"Muss sich verbreiten wie eine Seuche"

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Festival auf die Beine zu stellen?

Yannick:
 Letztes Jahr haben wir ganz klein im Jugendwerk in Dillenburg eine Art Festival mit drei Bands organisiert. Da aufzutreten war so ein geiles Gefühl, die Stimmung war richtig gut. Ich glaube, das ist jetzt wie eine Sucht. Wir hatten auch einfach Bock drauf, weil in Dillenburg sonst nichts los ist.

Christian: Außerdem haben wir auch keine Lust, immer weiter weg zu fahren, um Bands zu sehen. Deshalb holen wir sie einfach hierher. Gleichzeitig ist das Festival auch eine Art Geschenk an unsere Fans.

Wann habt ihr mit der Planung angefangen?

Šimun: Im Oktober haben wir angefangen, Briefe an potenzielle Sponsoren zu schreiben, damit wir eine finanzielle Basis haben.
Christian: Das Projekt ist mit der Planung immer größer geworden. Am Anfang hätten wir nie gedacht, dass es so groß wird. Für das Festival stehen jetzt 600 Karten zum Verkauf, und wir haben schon von vielen gehört, dass sie hingehen wollen.

Was waren die größten Probleme bei der Organisation?

Šimun: Das Geld, denke ich.
Yannick: Aber auch die Sponsoren zu finden. Und an was man alles denken muss, damit es keine Probleme mit dem Ordnungsamt oder mit der Gema gibt. Eben einfach alles so zu planen, dass man nachts in Ruhe schlafen kann.

Von wem werdet ihr unterstützt?

Yannick: Hauptsächlich von der Stadtjugendpflege, der Kinder- und Jugendvertretung und natürlich unseren Sponsoren. Manche haben Geld gegeben, andere machen Sachspenden. Einige Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dillenburg stellen zum Beispiel ein kaltes Buffet für die Bands, und viele andere Freiwillige unterstützen den professionellen Sicherheitsdienst. Das ganze Festival soll von Jugendlichen für Jugendliche sein. Deshalb ist es gut, dass so viele Jugendliche helfen. Sie sehen dann, wie viel Arbeit dahintersteckt, aber auch, dass wir es schaffen, sowas auf die Beine zu stellen.

Christian: Uns war wichtig, dass wir viel mit heimischen Firmen zusammenarbeiten. Deswegen haben wir auch die Stadthalle in Dillenburg ausgewählt.

Wie habt ihr es geschafft Bands für euer Festival zu bekommen?

Šimun: Am Anfang wollten wir nur Bands aus der Umgebung. Denn als junge Band wissen wir, wie schwer es ist, Konzerte zu finden. Mit dem Festival wollten wir anderen Bands eine Chance geben.

Yannick: „Down To Pleasure“ sind Freunde von uns und waren auch schon letztes Jahr dabei. „Choking On Illusions“ haben irgendwie von dem Festival erfahren und uns angesprochen. Wir hatten noch 30 Anfragen von anderen Bands. Daran sieht man, wie groß die Nachfrage nach so einem Event ist.

Am Anfang habt ihr gesagt, dass das Festival während der Planung immer größer wurde. Habt ihr im kommenden Jahr noch eine Steigerung vor?

Yannick: Wir wollen vielleicht ein Jugendförderfestival machen, bei dem die beste Band am Ende die Aufnahme einer CD gewinnen kann. Damit wollen wir die Stadt für Jugendliche attraktiver machen. Eventuell auch über zwei Tage mit Zelten. Aber auch wieder ganz billig, damit es sich jeder leisten kann. Vielleicht müssten wir das Ganze dann im Sommer im Freien machen. Für dieses Jahr reicht die Stadthalle.

Wie macht ihr die Leute auf euer Festival aufmerksam?

Christian: Vieles läuft natürlich über Facebook ab. Aber trotzdem sind die Printmedien noch sehr wichtig. Für die Flyer haben wir sogar den Schriftzug selbst gemalt und später am Computer nachbearbeitet.

Yannick: Der Flyer soll die Leute ansprechen und hat seinen ganz eigenen Charakter. Insgesamt haben wir 10 000 Flyer und 250 Plakate, die wir in Geschäften und Schulen in Dillenburg, Wetzlar, Gießen, Marburg und Siegen verteilen wollen. Das muss sich verbreiten wie eine Seuche.

 

Ab wann werdet ihr nervös sein?

Šimun: Die letzte Stunde vor unserem Auftritt wird die schlimmste sein. Aber wahrscheinlich sind wir schon den ganzen Tag nervös. Wenn die ersten Bands gespielt haben, können wir sicher sein, dass alles läuft. 

Was erhofft ihr euch für das nächste Festival?

Yannick: Dieses Jahr haben wir viele Absagen bekommen, das war teilweise echt enttäuschend, weil wir das Gefühl haben, dass die Jugend eher als unwichtig betrachtet wird. Andere Firmen waren jedoch sehr kooperativ und zeigten sofort Interesse, was uns sehr gefreut hat.Wir würden uns wünschen, dass die Firmen die Wichtigkeit eines solchen Events wahrnehmen und bewusst die Jugenförderung in ihre Finanzplanung einbauen, damit das Ganze kommendes Jahr nochmal fetter werden kann.

Mehr Infos zum Festival findet ihr auf der Facebook-Seite.

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