Neue Küchenära beginnt im Café O-Läg

INVESTITION  Jugendliche freuen sich über moderne Schränke und Geräte / Modernisierung nach 26 Jahren

Die Freude ist groß über die neue Küche im Café O-Läg – auch bei den jungen Gladenbacherinnen aus der Mädchen-AG, die sich einmal die Woche im Jugendhaus trifft. (Foto: Tietz)

„Wirklich gelungen!“ „Das sieht nun wieder richtig schön hier aus.“ „Super, das macht was her!“ In der Mädchen-AG gibt es an diesem Dienstnachmittag nur eine Meinung: Der Kauf der neuen Küchenschränke und Geräte hat sich gelohnt. Durch die Bank geben die jungen Besucherinnen des Café O-Läg ein „Daumen hoch“ für die Modernisierung.

Im Jugendhaus wird oft gekocht und gebacken

Auch Stadtjugendpfleger Karlheinz Nickel ist rundum zufrieden. „Eine neue Küchenära hat hier begonnen“, stellt er mit einem Schmunzeln fest. Denn: Seit der Eröffnung des Jugendcafés 1992 hielt die alte Küche den Herausforderungen der täglichen offenen Arbeit in der Einrichtung, den Konzerten und den vielen Ferienaktionen stand. Doch nun sei die Zeit reif für eine Neuanschaffung gewesen, so Nickel.

Den Weg dafür machte der Magistrat frei. Das Gremium genehmigte das nötige Geld – rund 4000 Euro – für Spülmaschine, Herd, Backofen, Dunstabzugshaube und Schränke. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs entfernten das ausgediente Inventar. Den Einbau übernahm eine Küchenbaufirma aus Wetzlar. Sie hatte beim erforderlichen Ausschreibungsverfahren das günstigste Angebot eingereicht.

Ob Billard, Tischkicker, Playstation, Boulderwand, Laptop mit Internetanschluss oder Breakdanceraum – die Jugendlichen finden im Café O-Läg einige Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.

Die Küche hat in der offenen Jugendarbeit aber ebenfalls eine wichtige Funktion. „Hier wird regelmäßig gekocht, die Mädchen backen gerne“, erzählt Nickel. Von einer „guten und notwendigen Investition“ für das Jugendhaus spricht an diesem Nachmittag auch Bürgermeister Peter Kremer (parteilos). Im kommenden Jahr sollen dann – so der Plan – einige Fenster im Café O-Läg modernisiert werden. Da das Haus unter Denkmalschutz steht, müssen die Sprossenfenster erhalten bleiben.

„Unsere jungen Nutzer wissen die Aufwertung sehr wohl zu schätzen und freuen sich, dass die Jugend dem Magistrat diese Investition wert war“, betont Nickel.

Das Café O-Läg ist viermal in der Woche geöffnet – derzeit dienstags bis donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie freitags von 17 bis 21 Uhr. Zuvor schloss die Einrichtung bereits um 19 Uhr. „Viele Jugendliche haben sich eine Verlängerung in den Abend hinein gewünscht“, erklärt Nickel. Die Probephase endet nun. Wie sich die Öffnungszeiten künftig gestalten werden, steht noch nicht fest.

„Das O-Läg wird weiterhin gut frequentiert. Die Jugendlichen werden hier ernst genommen, fair behandelt, können sich sich mit Freunden treffen“, sagt Nickel. Zwischen 10 und 30 Besucher im Alter von 11 bis 20 Jahren schauen täglich im Café vorbei.

Die meisten seien zwischen 12 und 16 Jahre alt, so der Stadtjugendpfleger. Einmal pro Woche trifft sich hier auch die Mädchen-AG. Eine Mountainbike-AG nutz bei schlechtem Wetter ebenfalls die Räume.

Einen guten Ruf hat das Jugendhaus auch als Location für kleine, erlesene Konzerte. Die neue Veranstaltungsreihe im Winterhalbjahr startet am 17. November. „Wir wollen damit eine Plattform für Musik jenseits des Mainstream bieten“, betont Nickel.


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