Polizist, Arzt oder lieber „Energy Science“?

Ganz schön schwer: Interessierte Oberstufenschüler lassen sich zeigen, wie es sich in einer Polizeiuniform anfühlt. (Foto: Manges)

Und die berufliche Landschaft in Deutschland ist groß: Neben 10 000 verschiedenen Studiengängen gibt es 327 anerkannte Ausbildungsberufe. Um bei dieser Masse an Möglichkeiten einen Eindruck vom Berufsleben zu bekommen, veranstaltete die Wilhelm-von-Oranien-Schule nun bereits zum vierten Mal den „Alumni“-Tag. Insgesamt 26 Absolventen des Gymnasiums kehrten dafür an ihre alte Bildungsstätte zurück, um dort Fragen der Schüler zum Studium oder der Ausbildung zu beantworten.

Das geschah in zwei Abschnitten: Am Vormittag hatten die Schüler Gelegenheit, sich über verschiedene Freiwilligendienste, eine Karriere im Handwerk oder den Wehrdienst zu informieren.

Am Nachmittag stellten die ehemaligen Absolventen dann ihre konkreten Studiengänge oder Ausbildungsberufe vor. Dabei reichte das Spektrum von außergewöhnlichen Berufen wie „Energy Science and Engineering“ oder „International Business Administration“ bis zu klassischen Jobs wie Architekt oder Arzt.

„Wir möchten die Schüler bei ihrer Berufswahl begleiten und ihnen die verschiedenen Wege zeigen“, erklärt Lehrer Stefan Riemer, der zusammen mit seiner Kollegin Kati Weigel für die Organisation zuständig war. „Viele denken, dass man nach dem Abitur unbedingt studieren muss. Aber da gibt es noch viel mehr.“

Wie man bei der Wahl des beruflichen Werdegangs am besten vorgeht, erklärte Studienberater Alexander Kohrt den Zuhörern.

Die Berufswahl ist ein langer Prozess

„Man hat für seine Zukunft verschiedene Wünsche und Kriterien. Diesse muss man bei der Berufswahl mit dem Zusammenbringen, was die Möglichkeiten hergeben“, erklärte der Experte. Dabei machte er den Schülern Mut: „Die wenigsten Menschen wachen auf und wissen von einer Sekunde auf die andere, was sie werden wollen.“ Vielmehr sei die Berufswahl ein Prozess – und der bräuchte eben Zeit. Und genau dabei wollen die Organisatoren helfen, ergänzt Lehrer Stefan Riemer. „Viele Schüler sind noch unschlüssig, was sie einmal machen wollen. Mit diesem Angebot möchten wir sie erreichen.“

Übrigens: Als „Alumni“ bezeichnet man auf Latein die Absolventen einer Bildungseinrichtung.


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