Rockshow ganz nah am Original

STILL COUNTING "Monsters of Tribute" mit vier Bands am 14. Oktober in Fronhausen
In gut einem Monat steht ihr zweites „Monsters of Tribute“ an – auf die Rockshow freuen sich (von links) Jonathan Jochem, André Kaiser, Niky Döhler, Christoph Kühn, Manuel Herwig und Tobias Herwig. (Foto: Tietz)

Sie stehen bei „Monsters of Tribute“ auf der Bühne: die Bands Motörblast... (Foto: Motörblast)

... Powerslave und ... (Foto: Tina Sonnenschein)

 Xesha. (Foto: Xesha)

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„Wir wollen den Leuten auch diesmal eine atemberaubende Show bieten“, sagt Manuel Herwig, Frontmann der Volbeat-Tribute-Band aus dem Gladenbacher Umland. Deshalb feilen er und seine Bandkollegen seit Monaten akribisch am zweiten „Monsters of Tribute“ (MoT).

Die Premiere 2016 war ein voller Erfolg. 800 Musikfans pilgerten damals ins Bürgerhaus Fronhausen und erlebten eine Live-Rock-Show der Extraklasse. Auf ein ausverkauftes Haus hoffen die Macher auch für den 14. Oktober an gleicher Stelle. Vier Bands sind im Einsatz: Powerslave, Motörblast, Xesha und Still Counting. Somit ist diesmal Musik von Iron Maiden, Motörhead, Nightwish und Volbeat angesagt.

Das Konzept mit mehreren namhaften Tribute-Bands an einem Abend funktioniert sehr gut, stellt Manuel Herwig zufrieden fest. Auch deshalb, weil die Organisatoren mit „MoT“ ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen haben. „Ein solches Event gibt es in der Region sonst nirgendwo“, betont der Sänger von Still Counting.

Die Verpackung allein ist allerdings noch kein Garant für einen Verkaufsschlager. Das gilt auch für ein solches Rockkonzert. Auf den Inhalt kommt es an. „Die Musik steht bei uns im Mittelpunkt. Die Qualität muss stimmen, die Bands müssen auch zusammenpassen“, betont Jonathan Jochem, Bassist bei Still Counting.

Seit drei Jahren ist die Band auf Tour. Innerhalb kürzester Zeit machten sich die fünf Musiker einen Namen in der Szene. 25 Shows im In- und Ausland gehören mittlerweile zum Jahresprogramm. Neben der „Kür“ auf den Konzertbühnen darf auch die „Pflicht“ im Probenraum am alten Weidenhäuser Bahnhof nicht zu kurz kommen. Da bleibt wenig Raum für organisatorische Aufgaben. „Wir nutzen die Zeit im Tourbus sinnvoll, um unsere Rockshow zu planen“, erklärt Manuel Herwig.

Band verspricht ein „top organisiertes Event“ – Einnahmen der Tombola gehen an einen guten Zweck

Im Frühjahr holte sich die Band Verstärkung für ihre Festival-GbR. Der gehört jetzt neben den Musikern auch André Kaiser aus Hartenrod an. Der Inhaber des Rewe-Markts Kaiser in Fronhausen/Lahn unterstützte bereits im Vorjahr das „Monsters of Tribute“. „Die Zusammenarbeit hat super funktioniert, deshalb haben wir ihn fest ins Team geholt“, sagt Gitarrist Tobias Herwig.

André Kaiser ist vom Fach, bei der Metal-Band Cold Distance schwingt er die Drumsticks. Auch er will alles daran setzen, dass die Rockkultur eine feste Größe in Mittelhessen wird. „Wir wollen hier eine qualitativ hochwertige, wiederkehrende Veranstaltung schaffen“, betont der Hartenroder.

Und die hat sich innerhalb eines Jahres bereits in vielen Teilen Europas herumgesprochen. Wöchentlich bekam Still Counting neue Anfragen von Bands aus Ungarn, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Deutschland. Alle wollten sie beim zweiten „MoT“ dabei sein. „Das schlägt immer höhere Wellen – damit haben wir wirklich nicht gerechnet“, freut sich Gitarrist Christoph Kühn über den großen Zuspruch.

Mit dem Bürgerhaus in Fronhausen/Lahn haben die Organisatoren eine passende Location für ihr Vorhaben gefunden – zentral gelegen, für Musikfans aus einem großem Umfeld gut erreichbar. Zum Beispiel auch aus dem Frankenberger Raum. Ein Rowdy von Still Counting organisiert für 60 Fans aus Nordhessen eine All-Inclusive-Tour zum „Monster of Tribute“ und hat dazu einen großen Reisebus gechartert.

Besuchern und Bands verspricht das „MoT“-Team ein „top organisiertes Event“. „In punkto Technik rüsten wir auf, es wird noch fetter“, sagt Schlagzeuger Niky Döhler mit Blick auf Sound, Lichtshow und Pyroelementen. Unterstützt werden die Musiker dabei wieder vom Technik-Team von TLTH um Eike Ronzheimer sowie auch von der Feuerwehr Fronhausen. Für Essen und Getränke sorgt das Café Kaiser aus Altenvers. Helfer des Deutschen Roten Kreuzes sind im Einsatz, ebenso die Security.

Vor dem Bürgerhaus gibt es eine Raucherlounge mit Bierpilz. Bei der After-Show-Party legt DJ Niky Döhler auf. Außerdem können sich die Besucher mit Festival-T-Shirst und Losen für eine Tombola eindecken.

Letztere dient einem guten Zweck. Die Einnahmen aus der Verlosung gehen komplett an den von André Kaiser und weiteren Mitstreitern gegründeten „Förderverein Nakuru“. Der unterstützt einen Kindergarten und eine Schule in Kenia, die der Verein „Friedenskinder“ aus Koblenz betreut. „Wir supporten das Projekt sehr gerne und stellen für die Tombola auch eine Gitarre und einen Bass zur Verführung“, kündigt Manuel Herwig an.

 

Xesha, Powerslave, Still Counting und Motörblast stehen in Fronhausen auf der Bühne

Xesha: Die Tribute-Band aus Gießen bringt das „Best of“ von Nightwish mit – unter anderem aus dem Abschlusskonzert „End Of An Era“ mit Tarja in Helsinki. Zum Repertoire von Dany Rippl (Gesang), Rüdiger Rippl (Gitarre, Gesang), Erik Bechtoldt (Keyboards), Torsten Körbl (Schlagzeug) und Thomas Schreiner (Bass) gehören auch Songs aus den letzten beiden Alben „Imaginaerum“ und „Endless forms most beautiful“.

Powerslave: Seit über 15 Jahren ist die Band aus Hamburg unterwegs, um die Klassiker der Metal-Legende Iron Maiden ihren Fans zu präsentieren. Die Liste der Songs ist lang: „Run to the hills“, „Wasted years“, „The number of the beast“, „The trooper“ und „Fear of the dark“ finden sich ebenso im Programm wieder, wie exklusive Stücke à la „Alexander the great“ und „Seventh son of a seventh son“. Alex Dickinson, Dennis Murray, Martin Smith, Higgy Harris, Chris McBrain und Eddie the Head haben es sich auf die Fahne geschrieben, die Songs der eisernen Jungfrau mit viel Herzblut und Leidenschaft detailgetreu auf die Bühne zu bringen.

Still Counting: Deutschlands erfolgreichste Volbeat-Tribute-Band steht für ungebremste Spielfreude sowie knallenden Sound mit treibenden Drums, sägenden Gitarren und eingängigen Melodien. Manuel Herwig (Gesang, Gitarre), Christoph Kühn (Foto, Gitarre), Tobias Herwig (Gitarre), Niky Döhler (Schlagzeug) und Jonathan Jochem (Bass) zelebrieren die Songs der frühen Volbeat-Tage sowie auch Hits der neuen Scheibe „Seal the deal and let’s boogie“. Abgerundet wird das Ganze durch eine professionelle Pyro- und Lichtshow.

Motörblast: Ganz nah am Original ist auch die Tribute-Band aus Wilnsdorf (Kreis Siegen). Hier werden nicht nur die Songs von Motörhead gecovert, sondern die Musik und Show von Lemmy Kilmister und seinen Jungs bis ins Detail zelebriert. Dr. Ape, der deutsche „Lemmy“, spielt den gleichen legendären Bass-Sound. Und mit der angeborenen Warze kommt er auch dem Aussehen seines Idol ganz nah. Der Frontman wurde schon als Double auf dem Wacken-Festival eingesetzt und hat dort den Fans das Wein- und Biersortiment präsentiert. Die Setliste von Motörblast liest sich wie eine „Greatest Hits Show“ und beinhaltet Songs der frühen Motörhead-Ära („Bomber“), genauso wie die aktuellen Rocker des Trios.


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