Rosengärtchen wird zum Tatort

Kultur  Theater Schwingbachschule sorgt für Spannung zum Auftakt der Festspiele

Grausig, ein Leichenfund im Rosengärtchen: (v. l.) Dr. Claudia (Marai Söhngen), Assistent Fritz (Lena Kapust), Dr. Right (Annika Graf) und Kommissar Sherlockovski (Pauline Stein) untersuchen das Mordopfer (Annika Schmitt). (Foto: Frahm)
Klasse: Vor der Pause gab es eine Tanzeinlage zur Musik des Schulband. (Foto: Frahm)
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Es begann mit einem typischen Nachmittag im Rosengärtchen. Spaziergänger, eilige Passanten, Jogger und Gruppen junger Menschen flanierten, eilten oder rasteten in Wetzlars ehemaligem Friedhof. Der Schreckensschrei zweier Zeuginnen unterbricht das heitere Durcheinander. Vor dem steinernen Turm liegt ein Toter (Annika Schmitt).

Pathologin Dr. Right (Annika Graf) und ihre Kollegin Dr. Claudia (Marai Söhngen) eilen zum Fundort. Kommissar Sherlockovski (Pauline Stein) und sein trotteliger Assistent Fritz (Lena Kapust) werden gerufen und bald beginnt mit der Wachtmeisterin (Karolin Sozansky) das Verhör der zahlreichen Zeugen.

Für Lacher sorgten auch die typischen Zitate aus TV-Krimis: „Was sagen wir dazu, Alberich?“

Als Zeugen agierten Helen Gally, Katharina Isaak, Alina Schäfer, Lea Schwarzer, Ida Grumbach, Luisa Jakob, Victoria Fremerey, Selina Eckhardt, Mia Trenkner und Roxy Finke. Alle zehn waren später noch als Pflegerinnen, Praktikantinnen und als Seniorinnen im Altersheim zu erleben.

„Tatort Rosengärtchen“ hieß das Stück, das die Schülerinnen und Schüler des Wahl- und Wahlpflichtunterrichts „Darstellendes Spiel“ mit ihrer Lehrerin Sylvia Wulff erarbeitet und einstudiert hatten. Gleich zu Beginn hatte auch die Lokalreporterin Julia Düfert von dem schauerlichen Fund gehört und störte ganz professionell die Ermittlungen.

Schnell hatten sich die Ex-Freundin des Opfers (Eda Doganci) und die Pflegerin der Mutter des Opfers (Celina Weigel) zu Hauptverdächtigen gemausert, und kurz vor der Pause durfte das Publikum Vermutungen äußern.

Ganz im Stil der Fernsehtatorte ging es hin und her. Die Befragungen im Altersheim erwiesen sich als ebenso schwierig wie die der Zeugen, die sich sehr unterhaltsam widersprachen.

Die Praktikantinnen machten Selfies mit den Seniorinnen, der Chor der Klasse 6a stellte sich als lebendiges „Mensch ärgere dich nicht“ zur Verfügung und sang dann unter der Leitung von Angelika Körner Bill Ramseys „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“.

Vor der Pause kam es zum Auftritt der Schulband unter der Leitung von Nico Weimer, und die Band zeigte dann während der Pause noch einmal ihr beachtliches Können.

Für die Technik war Luise Wulff um Einsatz und die Spielleitung hatte Sylvia Wulff inne. Das Ensemble der Schwingbachschule spielte mit viel Begeisterung und bis zur Entlarvung des Mörders gab es besonders mit den klassischen Krimizitaten von „Fritz, fahr schon mal den Wagen vor“ bis „Und was sagen wir dazu, Alberich?“ viel zu lachen.

Das Publikum dankte der engagierten, jungen Schauspieltruppe mit häufigem Zwischenapplaus und mit einem begeisterten Schlussapplaus.


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