Status Quo stellt Dautphe auf den Kopf

FESTIVAL 5000 werden erwartet

Rick Parfitt (links) und Francis Rossi von Status Quo sollen in Dautphe für echte Festivalstimmung sorgen. (Foto: Jonatahn Brady/dpa)

Von der VIP-Lounge im Carpe Diem, wo jetzt noch die Organisatoren Ralf Becker (v.l.), Bernd Schmidt, Martina Gerlach und Christoph Düber stehen, genießen die Gäste einen perfekten Blick auf die Bühne. (Foto: Valentin)

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Ständig frage jemand nach Karten oder wolle Einzelheiten wissen. Tatsächlich wäre das Konzert ohne ihr Zutun wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen, gibt Eventorganisator Christoph Düber zu. Denn die Preise, die die Band normalerweise verlangt, seien für einen kleinen Veranstalter gar nicht zu tragen. Nur durch Gerlachs Kontakt zu der Band konnte der Preis so weit gesenkt werden, "dass das für uns machbar wurde", betont Düber. Doch das sei nur einer von vielen kleine Faktoren, die dazu beigetragen haben.

Ein anderer ist das Gelände das im Dautpher Geschäftszentrum zur Verfügung stehe. Laut Veranstaltern sei dieses geradezu prädestiniert für solche Veranstaltungen. Und dass dessen Besitzer Jörg Schorge sofort zugesagt habe, den Platz für das Konzert zu nutzen, habe die Gelegenheit ebenfalls erleichtert.

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Schmidt: "Das ist ein Event für die ganze Region"

"Ich habe schon immer mit dem Gedanken gespielt, das Gelände in dieser Richtung zu nutzen", freut sich auch Bürgermeister Bernd Schmidt (FW). Anstatt jedoch klein anzufangen, sei die Premiere gleich ein solcher Hammer. Das spreche für sich. Zumal Dautphe nur einer von drei Orten ist, in denen "Status Quo" bei ihrer aktuellen Deutschlandtournee auftreten. Gleich danach geht es für sie zurück in die Heimat nach England.

"Das ist nicht nur für Dautphetal, sondern für die gesamte Region ein besonderes Event", sagt Schmidt. Das zeige auch die Resonanz aus den umliegenden Gemeinden. Auf seine Anfrage, ob sie Dautphetal bei der Werbung für das Konzert unterstützen könnten, hätten diese sofort ihre Bereitschaft signalisiert. "Da zeigt sich, dass das Hinterland zusammensteht", so Schmidt.

Unterstützung wird aber auch benötigt. Denn ein Konzert dieser Größenordnung sei mit besonderen Herausforderungen verbunden, gesteht Christoph Hüber. Das fange schon bei den Anforderungen an die Bühne an. "Wir haben schon mit anderen Gruppen wie Manfred Mann oder Hot Chocolate zusammengearbeitet, aber bisher noch keine vergleichbaren Bühnenanforderungen gehabt, wie die von Status Quo", betont der Konzertveranstalter. Platziert werden soll die Bühne auf dem Parkplatz nahe der Bäckerei Eckhardt - etwa dort, wo derzeit eine Holzhütte steht, in der frisches Obst und Gemüse verkauft wird. Der Zuschauerbereich erstreckt sich dann bis zum Aldi-Markt.

"Und wenn wir schon mal so eine Bühne stehen haben, dann wollen wir die auch richtig nutzen", ergänzt Düber. Deswegen soll aus dem reinen "Status Quo"-Konzert ein Festival werden, bei dem zuvor zwei heimische Bands auftreten.

Eine davon steht mit der Gruppe "Streetlife", die im vergangenen Jahr auch bei der 1100-Jahrfeier in Breidenbach aufgetreten ist, bereits fest. Eine zweite wird demnächst noch bekannt gegeben.

Der Einlass auf das Festivalgelände beginnt um 13 Uhr, der Auftritt der ersten Band ist für 14.30 Uhr geplant. "Status Quo" selbst spielen mindestens 90 Minuten. "Dennoch wird das Konzert so gegen 20 Uhr beendet sein", sagt Düber.

Eine andere Herausforderung stellen die Parkplätze dar. Schmidt zeigte sich aber zuversichtlich, die erwarteten 3000 bis 5000 Gäste gut versorgen zu können: "Wir erstellen derzeit ein Konzept, aber wir haben schon verschiedene Standorte im Auge." Darunter zum Beispiel die Hinterlandhalle, die Dautphetalschule, nahe gelegene Betriebe oder auch die Parkplätze beim Rewe-Markt und dem Sportplatz.

Doch nicht nur bei den Parkplätzen sind die Veranstalter auf die Unterstützung der örtlichen Industrie- und Geschäftswelt angewiesen. Von ihnen erhoffen sie sich auch finanzielle Rückendeckung. Dafür bekommen die Unternehmen jedoch auch etwas geboten - und zwar in Form von Sponsoring-Paketen. Davon gibt es drei verschiedene: Für 500, 1000 oder 2000 Euro dürfen die Käufer nicht nur Werbung machen, sondern erhalten auch noch VIP-Eintrittskarten für die Lounge, die im Fitnessstudio "Carpe Diem" von Ralf Becker eingerichtet wird. Von dort haben die Gäste nicht nur freien Blick auf die Bühne, sie werden auch mit einem Buffet versorgt. Außerdem erhalten die Sponsoren eine bestimmte Anzahl regulärer Karten, die die Betriebe etwa unter ihren Mitarbeitern ausgeben können.

Tickets für das "Rockin Hinterland"-Festival gibt es unter anderem über die extra für die Veranstaltung eingerichtete Homepage unter www.quo2014.de. "Mit einem Preis von 49 Euro zuzüglich der Vorverkaufsgebühren liegen diese sogar im unteren Level der sonst für solche Konzerte üblichen Gebühren", sagt Christoph Düber.


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