Tausende feiern die 20 Live-Bands

Musik  Die 15. Auflage von „Tells Bells“ setzt die Erfolgsgeschichte des Villmarer Open-Air-Festivals fort

Abrocken oder einfach mal entspannt die Festivalatmosphäre genießen – bei „Tells Bells“ in Villmar geht das gut. (Foto: Becker)
Auch die Musiker der schwedischen Band „Adhesive“ sorgten auf der Bühne dafür, dass die Besucher von „Tells Bells“in Villmar jede Menge Spaß hatten und schnell ein richtig gutes Festival-Feeling aufkommen konnte. (Foto: Becker)
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Und die Besucher bekamen im Jubiläumsjahr auf der Villmarer „Tellswiese“ mit einem Feuerwerk an Liveacts gehörig was auf die Ohren. Der „Villmar-Kult“-Verein e.V. hatte es erneut geschafft, neben heimischen Bands und vielversprechenden Newcomern, auch internationale Szenegrößen verpflichten zu können.

Neben den „Tells Bells“-Dauerbrennern „Visions Only“, „Roadrage“ und „VMZT“ bereicherten unter anderem „Paramagnet“, „4ZKB“ und „Straightline P.O. Box“ das Programm. Die Hochkaräter „The Menzingers“, „H2O“ und „Evergreen Terrace“ sorgten ebenfalls für beste Stimmung, und mit den Headlinern „Comeback Kid“, „Silverstein“ und „Dog Eat Dog“ präsentierten die Veranstalter drei absolute Top-Acts, die schon lange auf der Wunschliste des Vereins gestanden hatten.

Insgesamt zwanzig Musikgruppen gaben sich an den beiden Villmarer Festival- Tagen auf der legendären „Tells Bells“- Bühne die Ehre und feierten mit ihren Fans bei bestem Sommerwetter eine einzige große Party.

Eine Schrecksekunde gab es jedoch, als es hieß, dass die Band „All For Nothing“ krankheitsbedingt ausfällt, doch „Stay Focused“ sprangen ein, und die drei Jungs aus Limburg bereicherten das Programm somit um eine weitere regionale Band. Die erneut gute Mischung bot den Besuchern wieder ein hervorragendes Festival „Von Fans für Fans“.

20 Bands geben sich an den beiden Tagen des Festivals auf der Bühne die Ehre

Das sah auch Karsten Richter aus Koblenz so: „Wir haben im Internet das Line-Up gelesen, da war klar, da müssen wir hin.“ Sein Freund Thomas Wendel pflichtete bei: „Super Veranstaltung, das Gelände ist klasse und die Herzlichkeit mit der man hier empfangen wird ist echt toll.“ Tim Tremor ist mit zehn Kumpels aus Köln gekommen. „Wir machen jedes Jahr einen „Männertrip“ zu einem Festival. Was wir hier vorfinden, das hätten wir so nicht erwartet. So familiär, das ist wie nach Hause kommen. Tells Bells ist jetzt unser Favorit, wir sind auch nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.“

Auch Marius Hindrischedt aus Bad Camberg ist begeistert: „Wir haben eben noch geholfen beim Aufbau für die mittelalterliche Veranstaltung bei uns in der Stadt und sind dann schnell nach Villmar gefahren.“

Hatte im Vorjahr das miserable Wetter Sorgenfalten in die Gesichter der Veranstalter getrieben, so in diesem Jahr die extreme Hitze und Trockenheit. Wegen akuter Waldbrandgefahr stand die Sicherheit an erster Stelle. Grillen und offenes Feuer waren untersagt, auch nachdem sich durch den Regen die Lage etwas entspannt hatte. Aber hungern musste dennoch niemand. Ein kleiner Supermarkt versorgte die Besucher mit dem notwendigen Proviant und verschiedene Imbisswagen mit warmem Essen.

Dass solche Wetterextreme den Festivalbesuchern nichts anhaben konnten, zeigten tausende gut gelaunte junge Leute, die vor der Bühne ihre Bands kräftig feierten oder auf dem Gelände gemütlich zusammensaßen und einfach eine gute Zeit genießen wollten.

„Wir möchten unseren Besuchern ein vielseitiges Angebot an Bands präsentieren“, so Vereinsvorsitzender Ralph Schäfer im Vorfeld, „aber es ist uns wichtig die Eintritts- und Getränkepreise niedrig zu halten.“ Der Einsatz der rund 100 ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins, aber auch der anderen ortsansässigen Vereine mache dies erst möglich. Das ungebrochene Interesse am Festival gibt ihnen Recht: „Tells Bells“ war auch im Jubiläumsjahr ein absoluter Publikumsmagnet und gilt mittlerweile als einer der Höhepunkte der Szene.

Und nachdem Fans und Bands mit durchweg positiven Eindrücken die Heimreise antreten, beginnt nach einer kurzen Verschnaufpause bei den Verantwortlichen die Planung für das kommende Jahr, damit es am zweiten Augustwochenende wieder laut werden kann.

 

Körperverletzung auf dem Festivalgelände

Auf dem Campingplatz des Festgeländes in Villmar anlässlich des Musikfestivals „Tell Bells“ gerieten laut Polizei am Samstag zwei junge Männer über einen beschädigten Campingtisch in Streit. Der Streit gipfelte in einem Faustschlag, mit dem ein 22-Jähriger aus Eltville seinen einen 24-jährigen Kontrahenten aus Aschaffenburg traf. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes stoppten weitere Auseinandersetzungen und nahmen die Personalien der Männer auf. (red)


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