Vorschau für das Kinojahr 2014

JANUAR

Gleich zu Beginn des Jahres startete mit „Paranormal Activity – Die Gezeichneten“ (2. Januar) ein Spin-Off der erfolgreichen Low-Budget Horror-Reihe, wobei man ersten Gerüchten zufolge darauf hoffen darf, dass das Franchise endlich einige Neuerungen beinhaltet und so frischen Wind in das Found-Footage-Genre bringt.*

Eine Woche später nimmt „Die Pute von Panem – The Starving Games“ (9. Januar) die „Tribute von Panem“-Trilogie auf den Arm, bevor mit „12 Years A Slave“ (16. Januar) ein heißer Oscar-Favorit in den deutschen Kinos anläuft. Regie führt dabei „Shame“-Inszenator Steve McQueen, der hierbei auf seine dritte Zusammenarbeit mit Deutschland-Export-Star Michael Fassbender zurückblicken kann.

Zur gleichen Zeit läuft mit „The Wolf of Wall Street“ Martin Scorseses neuester Film in Form einer Krimikomödie an. Mit Leonardo DiCaprio und Jonah Hill hochkarätig besetzt, gewähren die Trailer Einblicke in ein amüsantes Katz-und-Maus-Spiel à la „Catch me if you can“.

Mit „I, Frankenstein“ (23. Januar) wirft sich ein alter Bekannter in ein neues Gewand, während „Homefront“ (23. Januar) James Franco und Jason Statham in einem Drehbuch von Sylvester Stallone zeigt. Dabei sollte das Skript ursprünglich Slys „Rambo“-Reihe abschließen. Den Abschluss des Monats Januar stellen unter anderem die Autobiographie „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ (30. Januar) sowie das Fantasy-Abenteuer „47 Ronin“ dar, wobei letzterer in der dritten Dimension über die Kinoleinwand flimmert.

FEBRUAR

Am 6. Februar dürfen sich Fans alter Action-Schinken dann auf eine stylische Neuverfilmung von „RoboCop“ freuen, während eine Woche später „American Bullshit“ aka „American Hustle“ (13. Februar) mit einer Star-Rige aufwartet: Neben Bradley Cooper sind zudem noch Christian Bale, Amy Adams und Jeremy Renner. Schon jetzt bringt es das Krimidrama um eine Mafia-Jagd auf sieben Golden Globes-Nominierungen.

Ebenfalls erstklassig besetzt ist der Weltkriegsfilm „Monuments Men“ (20. Februar), bei dem George Clooney nicht nur vor der Kamera glänzt, sondern sich auf für Skript und Regie verantwortlich zeichnet.

Ebenfalls im Februar starten der Crowd-Funding-Film „Stromberg: Der Film“ (20. Februar) und Lars von Triers Arthouse-Streifen „Nymph()manic (Teil 1)“ (20. Februar). Nach dem zuletzt enttäuschenden Jack-Ryan-Abenteuer „Der Anschlag“ mit Ben Affleck versucht sich „Jack Ryan: Shadow Recruit“ (27. Februar) eines Besseren und konkurriert dabei mit dem ebenfalls am 27. Februar startenden „Pompeii“, der den Untergang der Stadt am Vesuv schildert.

MÄRZ

Den März eröffnet die bombastische Fortsetzung von Zack Snyders Comic-Schlacht „300“ – „300: Rise of an Empire“ (6. März) – dieses Mal allerdings ohne Shooting-Star Gerard Butler. „Saving Mr. Banks“ (6. März) hingegen erzählt die Geschichte, wie Walt Disney (gespielt von Tom Hanks) sich in den 60er-Jahren um die Rechte des Kinderbuchs „Mary Poppins“ bemühte.

2014 bleibt Liam Neeson weiterhin seinem momentanen Stil treu, denn in „Non-Stop“ (13. März) spielt er erneut einen schießwütigen Amerikaner. Regie führt Jaume Collet-Serra, mit dem Neeson 2011 bereits an „Unknown Identity“ gearbeitet hat. Am 20. März bekommt Mark Wahlberg die Chance, seine herausragende Leistung aus „Shooter“ in „Lone Survivor“ an der Seite von Taylor Kitsch zu wiederholen. Das auf Tatsachen beruhende Kriegsdrama von „Collateral“-Regisseur Peter Berg zeigt den verzweifelten Überlebenskampf des SEAL-Teams 10 in Afghanistan. Nach dem Serienende von „Breaking Bad“ scheint Protagonist Aaron Paul schnell neue Arbeit gefunden zu haben: In der Spiele-Verfilmung „Need for Speed“ (20. März) beweist er ein Händchen für rasante Boliden.

APRIL

Der April startet mit „Noah“ (4. April) biblisch: Die dramatisierte Verfilmung des Arche-Erbauers zeigt Emma Watson und Russell Crowe in den Hauptrollen des von Arthouse-Regisseur Darren Aronofskys verfilmten Epos.

Den ersten Superhelden des Jahres bekommt der Kinogänger am 17. April zu sehen: In „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ kehrt der Spinnenmensch zum fünften Mal auf die Leinwand zurück – mittlerweile im Reboot durch Andrew Garfield verkörpert.

MAI

Schlag auf Schlag: Mit „Captain America 2: The Return of the First Avenger” kehrt am 1. Mai dann auch schon der zweite Marvel-Held ins Kino zurück – in einer optisch spektakulär anmutenden Verfilmung der Russo-Brüder ebnet die Comic-Verfilmung den Weg Richtung „The Avengers 2“.

Außerdem kehren mit „The Muppets Most Wanted“ (1. Mai) die chaotischen Handpuppen um Kermit den Frosch ins Kino zurück. Nicht nur Aaron Paul scheint rasch neue Rollen gefunden zu haben, auch Serien-Kollege Bryan Cranston lässt mit neuen Aufnahmen nicht lange auf sich warten: Im Remake „Godzilla“ (15. Mai) mimt er einen Hauptcharakter. Besonders spannend dürfte der Film alleine schon aufgrund des Regisseurs werden: Gareth Edwards kannte vor Kurzem noch niemand, erst sein fast in Eigenarbeit entstandener Endzeit-Movie „Monsters“ machte Hollywood 2010 auf ihn aufmerksam.

„X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ (22. Mai) darf von Fans ebenfalls sehnsüchtig erwartet werden – trotz des Titels. Regie führt wieder einmal Bryan Singer, der seit dem ersten Teil mit dabei ist und auch am für 2016 angekündigten nächsten Teil arbeiten soll.

Nach „Oblivion“ scheint Tom Cruise gefallen am Endzeit-Genre gefunden zu haben: In „Edge of Tomorrow“ (29. Mai) legt er sich diesmal mit Aliens an. Mit an seiner Seite: Emily Blunt. Zeit für echte Märchen bleibt zum Glück auch noch: „Maleficent“ (29. Mai) schildert den Disney-Klassiker „Dornröschen“ aus der Sicht der bösen Fee, gespielt von Angelina Jolie.

JUNI

Ob es am Desaster-Sommer 2013 liegt oder an den ersten warmen Sonnenstrahlen, die die Menschen aus den Kinos fernhalten: Für den Juni des Jahres stehen bisher keine großen Filmstarts an.

JULI

Dafür trumpft der Juli mit zwei vielversprechenden Projekten auf: Den Anfang sollte eigentlich der siebte Teil der „Fast & Furious“-Reihe machen, doch aufgrund des tragischen Tods von Filmstar Paul Walker im November des vergangenen Jahres wurde der Filmstart auf den Sommer 2015 verschoben.

Michael Bay dürfte die Nachrichten um die Verschiebung freuen, so hat sein Sommer-Blockbuster „Transformers 4“ (17. Juli) einen Konkurrenten weniger. Shia LaBeouf wurde dabei kurzerhand durch Mark Wahlberg ersetzt, sonst bleibt sich das Franchise allerdings treu: Bombastische Action trifft auf gigantische Logiklöcher. Kleine Kinogänger dürfen sich hingegen auf die Fortsetzung von „Drachenzähmen leicht gemacht“ (24. Juli) freuen.

In der zweiten August-Hälfte könnte es im Kino ziemlich eng werden: Während es in „Planet der Affen – Revolution“ (14. August) erneut ziemlich haarig wird, formieren sich in „Guardians of the Galaxy“ (28. August) ein Großteil der Marvel-Helden zu einem ultimativen Kampf im Weltraum - eine Mischung aus Realfilm und CGI-Animation.

Mit „The Expendables 3“ (21. August) soll zudem das dritte Abenteuer der Alt-Stars ins Kino kommen. Neuzugänge sind: Antonio Banderas, Wesley Snipes und „Indi“ Harrison Ford, der Bruce Willis ersetzen soll. Glaubt man ersten Andeutungen, so erscheint außerdem die lang erwartete „Sin City“-Fortsetzung irgendwann im August beziehungsweise den Folgemonaten. Neu mit dabei ist unter anderem Joseph Gordon-Levitt.

SEPTEMBER

Auf eine weibliche Superheldin darf man sich ebenfalls im September freuen: Luc Bessons Film „Lucy“ mit niemandem Geringeren als Scarlett Johansson soll am 4. September in die deutschen Kinos kommen. Superhelden-Erfahrung hat Johansson ja bereits aus „The Avengers“. Wer Dwayne ‚The Rock‘ Johnson schon immer einmal als Hercules sehen wollte, bekommt am 11. September die Chance dazu. Dann startet Brett Ratners („Roter Drache“) „Hercules: The Thracian Wars“.

OKTOBER

Im Oktober wird mit „Maze Runner“ (16. Oktober) die Bestsellerreihe „Die Auswerwählten“ von Thomas O’Brien erstmalig verfilmt und wandelt dabei teilweise auf den Spuren von „Tribute von Panem“. „Fuy“ (23. Oktober) hingegen schickt Brad Pitt zurück ins Jahr 1945: Der Kriegsfilm zeigt das Leben von fünf US-Soldaten im Kampf gegen die unbarmherzigen Nazis. Erster Gedanke: „Der Soldat James Ryan“-Revival?

NOVEMBER

Was wäre ein Jahr ohne einen Film von Regie-Legende Christopher Nolan. Mit „Interstellar“ (6. November) liefert der „Dark Knight“-Regisseur sein diesjähriges Projekt ab, das in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Jonathan entstand und ein neu entdecktes Wurmloch zu einer anderen Galaxy behandelt. Hauptdarsteller ist Matthew McConaughey.

Ebenfalls im November startet der erste Teil des abschließenden „Die Tribute von Panem: Mockingjay“ (27. November), dem letzten Teil der Roma-Trilogie. Part zwei ist für den 26. November 2015 angekündigt.

DEZEMBER

Wie schon 2012 und 2013 schließt Peter Jacksons das Kinojahr epochal ab. Mit „Der Hobbit: Hin und zurück“ (17. Dezember) ist für Mitte Dezember der Abschluss der Film-Trilogie angekündigt.

* „Found-Footage“ bedeutet „gefundenes Material“, da der Film mit fremdem Filmmaterial (vermeintlichen Amateuraufnahmen) gestaltet wird


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