Was Schüler wissen wollen

DISKUSSION Politiker beantworten Fragen zur EU-Arbeit

Schüler fragen und die Politiker (v.l.) Ulrich Wilken (Linke), Tobias Eckert (SPD), Mathias Wagner (Grüne), Andreas Hofmeister (CDU) und Wolf Klinz (FDP) antworten. Lehrer Volker Schmidt (3.v.l.) moderiert das Podium. (Foto: Sauer)

Wie kann die EU zum Frieden in der Ukraine beitragen? Wird es einen europäischen Staat geben, der den USA als Wirtschaftsmacht etwas entgegensetzen kann? Fragen wie diese haben die Zwölftklässler den fünf Politikern Tobias Eckert (SPD), Andreas Hofmeister (CDU), Wolf Klinz (FDP), Mathias Wagner (Grüne) und Ulrich Wilken (Linke) am Mittwoch gestellt. Das GPW hatte die Landtagsabgeordneten und den Abgeordneten des Europäischen Parlaments von der FDP nach Weilburg eingeladen. Im Hinblick auf die Europa-Wahl am 25. Mai konnten die Schüler ihre Fragen rund um die Europäische Union stellen.

Einig waren sich die Podiumsteilnehmer, dass der EU eine immer bedeutendere Rolle zukommt: "Unser Wohlstand in Hessen ist stark von einem florierenden Europa abhängig", sagte Eckert.

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Warum Europapolitik spannend ist, erklärte Wagner: "Die Parteien bilden keine großen Blöcke wie auf Bundes- und Landesebene, es werden eher Bündnisse geschmiedet, um bestimmte Interessen durchzusetzen", erklärte Wagner von den Grünen. Deshalb sei es wichtig, dass sich jeder Wähler mit den Interessen der Parteien auseinandersetzt, um am Ende die ihm wichtigen Themen durchsetzen zu können. Diesem Aufruf schlossen sich die Vertreter der anderen Parteien an. "Dass man sowieso nichts ändern kann, ist der falsche Ansatz", sagte Hofmeister dazu.

Wähler können ihre Interessen auf europäischer Ebene leichter durchsetzen

Seinen Standpunkt verdeutlichte Wagner am Beispiel des Freihandelsabkommens, nach dem eine Schülerin fragte: "Die Wähler werden am 25. Mai entscheiden, wie stark die jeweiligen Kräfte werden, die die europäischen Standards als Maßstab setzen wollen und wie stark diejenigen sind, die nur den vereinfachten Handel mit den USA im Blick haben." Klinz, der für die FDP im Europaparlament sitzt, warnte davor, schon jetzt Vorurteile zu haben, denn: "Die Verhandlungen werden noch geführt und die Abgeordneten stimmen darüber ab. Sollten die Rechte der Verbraucher herabgesetzt werden, wird das sicher keine Zustimmung finden." Einen einheitlichen europäischen Staat können sich außer Hofmeister alle vorstellen. Dabei ist Wilken gegen ein starkes soziales Gefälle.


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