Was bei der Abi-Vorbereitung hilft? Schlafen!

Abitur  Schüler der Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg über die schwerste Prüfung ihres Lebens und was danach kommt

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete für eine erfolgreiche Prüfung: Worauf es sonst noch ankommt, verraten uns Schüler, Lehrer und Schulleiter der drei Dillkreis-Schulen, an denen das Abitur abgelegt werden kann. (Foto: Archiv)

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete für eine erfolgreiche Prüfung: Worauf es sonst noch ankommt, verraten uns Schüler, Lehrer und Schulleiter der drei Dillkreis-Schulen, an denen das Abitur abgelegt werden kann. (Foto: Archiv)

Hat sich zur Vorbereitung einen genauen Lernplan erstellt: Sarah Cridotto. (Foto: Manges)
Hat keine Angst vor der Prüfungssituation: Jonathan Villmow. (Foto: Manges)
Weiß schon, was er nach dem Abitur machen möchte: Niklas Lauber. (Foto: Manges)

Am 8. März beginnt in Hessen das schriftliche Abitur. (Foto: Archiv)

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Niklas Lauber

Alter: 18

Leistungskurse: Sport und Biologie

Ziel: ein Schnitt im 2er-Bereich

Vor der Prüfung ordentlich ausschlafen – das ist das Geheimrezept von Niklas Lauber. „Übermüdet in die Prüfung zu gehen ist keine gute Idee“, weiß der Schüler, der bereits in den Weihnachtsferien mit dem Lernzettel schreiben begonnen hat. Und die intensive Vorbereitungszeit bringt auch die eine oder andere Entbehrung mit sich: „Man muss bereit sein, viel zu lernen.“

Das gilt sowohl für Biologie als auch für Sport. „Viele denken immer, dass Sport und Biologie die beiden Leistungskurse für Lernfaule sind, aber das ist nicht so. Man bekommt im Sport-Abitur keine gute Note, indem man nur auf der Stelle hüpft“, erklärt Niklas.

Um perfekt auf die Prüfung vorbereitet zu sein, geht der 18-Jährige Stück für Stück den Lernstoff der vergangenen zwei Schuljahre noch einmal durch und schreibt das Wichtigste auf. Dazu schaut er sich ergänzende Lehrvideos im Internet an.

Besonders gut gefällt dem Schüler, dass die Wilhelm-von-Oranien-Schule für das Fach Mathematik regelmäßig samstags Vorbereitungskurse anbietet. Dadurch sinkt die Angst vor der Mathe-Prüfung. „Man fühlt sich auf jeden Fall besser vorbereitet.“

Bei der Vorbereitung hilft es auch, mit den Lehrern schon einmal die Prüfungssituation zu üben, ergänzt Lauber.

Den meisten Respekt hat der Schüler vor der schriftlichen Prüfung in Deutsch. „Es ist schwer einzuschätzen, was da auf einen zukommt.“

Um für alle Fälle gewappnet zu sein, liest er noch einmal alle Bücher durch, die im Unterricht behandelt wurden. „Man kann gar nicht zu viel vorbereitet sein“, weiß Niklas Lauber.

Ein extra erstellter Zeitplan und zahlreiche Lernzettel helfen bei der Vorbereitung auf die Prüfung

Für die Zeit nach dem Abitur hat er bereits einen genauen Plan: Eine Ausbildungsstelle als Industriekaufmann ist bereits gefunden, danach folgt – wenn alles gut läuft – noch ein Studium.

Sarah Cridotto

Alter: 18

Leistungskurse: Politik & Wirtschaft und Englisch

Ziel: den 1,6er-Schnitt vom aktuellen Zeugnis halten

Eigentlich wollte Sarah Cridotto schon in den Weihnachtsferien mit dem Lernen anfangen, doch dann kam der Skiurlaub dazwischen.

Doch danach ging es gleich ans Werk: Ein Lernplan half der 18-Jährigen dabei, sich den Stoff nach System vorzunehmen. So hat sie genau im Blick, an welchem Tag sie welches Thema wiederholen muss. Und einmal bei der Arbeit, geht es richtig voran: „Wenn ich lerne, dann viel auf einmal und sehr intensiv.“ Den meisten Respekt hat die Schülerin vor den schriftlichen Prüfungen in Mathe und Politik & Wirtschaft. Letzteres, weil es extrem viel Lernaufwand erfordert, sagt die Abiturientin. „Dafür habe ich auch die meisten Lernzettel gemacht.“

Und woher kommt die Angst vor Mathe? „Einfach, weil es Mathe ist“, lacht die Schülerin.

Um fit für die Prüfungen zu sein, möchte Sarah Cridotto am Tag vorher vor allem eins: Früh ins Bett gehen. „Ausschlafen und gut frühstücken hilft auf jeden Fall weiter. Wenn es die Nervosität denn zulässt.“

Was nach dem Abiball, der für die Schüler die Schulzeit abschließt, auf die 18-Jährige wartet, weiß sie noch nicht. „Ich denke aber, das geht vielen im Jahrgang so.“ Doch bevor sie sich Gedanken über ihre Zukunft macht, stehen jetzt erst einmal die schriftlichen Prüfungen im Kalender. Ein besonderes Ritual hat sie dabei nicht: „Ich nehme mir einfach eine Flasche Wasser und mein Schreibzeug mit, mehr brauche ich gar nicht.“

Jonathan Villmow

Alter: 19

Leistungskurse: Biologie und Erdkunde

Ziel: besser als 2,5

Jonathan Villmow blickt der Abiturprüfung entspannt entgegen. Er kennt sich mit Prüfungssituationen aus. Denn der 19-Jährige besuchte vorher die Realschule – und auch da wartete eine Abschlussprüfung auf ihn. Dennoch: „Jetzt ist der Druck natürlich schon etwas höher“, weiß der Schüler.

Villmow hat sich ebenfalls einen genauen Zeitplan für die Vorbereitung erstellt. Und das schon kurz vor den Weihnachtsferien. Für ihn dabei besonders wichtig: „Schauen, wie man die verschiedenen Themen miteinander verbinden kann.“ Denn darauf kommt es an beim Abitur.

Den Biologie-Leistungskurs erlebt der Schüler als besonders lernintensiv. „Da habe ich zusammen mit Kopien aus Büchern über 80 Lernzettel gemacht.“ Das müsse nun alles auswendig gelernt werden.

Für den 19-Jährigen ist es wichtig, vor den Prüfungen zu beten: „Das gibt mir Kraft.“ Wenn die Aufgaben dann geschafft sind, geht es ab nach Hause und ins Bett. „Das schlafe ich dann einfach bis zur nächsten Prüfung“ kündigt er mit einem Augenzwinkern an.

Um die Nervosität zusätzlich zu senken, denkt Jonathan Villmow immer an einen Satz, den ihm sein Geschichtslehrer mit auf den Weg gegeben hat: „Die Zeit kommt und lässt sich nicht aufhalten, aber sie wird vergehen.“


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