Was geht ab in der EU-Politik?

Schule Der Nachwuchs debattiert

Mats Kjellström überzeugte mit selbstbewusstem Auftreten und fachlicher Kompetenz im brandenburgischen Landtag. (Foto: privat)

Die Weilburger Delegation brachte sich erfolgreich bei einer Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes in Potsdam ein. (Foto: privat)

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Zusammen mit anderen Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich, Polen und Armenien befassten sie sich mit Themen der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik und des europäischen Binnenmarktes. Die Ergebnisse wurden im Brandenburgischen Landtag diskutiert.

Die viertägige Sitzung war die zweite Runde eines Wettbewerbs, für die sich die Weilburger Schüler bereits im Herbst mit einem Thesenpapier zu möglichen Auswegen aus der europäischen Flüchtlingskrise qualifiziert hatten.

Nach ihrer Ankunft in Potsdam erwartete die Weilburger zunächst eine Teambuilding-Phase, bei der sie die übrigen Teilnehmer in ungezwungener Atmosphäre kennenlernen konnten. Danach fanden sich die Jugendlichen in parlamentarischen Ausschüssen zusammen.

Mats Kjellström überzeugt die Jury mit Kompetenz und Auftreten

Im Fokus standen dabei etwa die Fragen nach einer einheitlichen europäischen Elternzeitregelung oder der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen auf dem europäischen Arbeitsmarkt.

Aufgrund der internationalen Zusammensetzung des Teilnehmerkreises wurden alle Diskussionen selbstverständlich auf Englisch geführt.

Höhepunkt der Sitzung war eine zweitägige parlamentarische Vollversammlung vor der eindrucksvollen Kulisse des Brandenburgischen Landtags: Hier wuchsen die Schüler über sich hinaus und präsentierten im gut gefüllten Plenarsaal die Ergebnisse ihrer Arbeit. Resolutionen wurden vorgestellt, verteidigt und attackiert, es wurde gestritten und debattiert – und schließlich über die Ergebnisse abgestimmt.

Am Ende entschied eine Jury, welche Schüler sich für die nächste Wettbewerbsrunde qualifizieren sollten. Groß war die Freude, als auch der Name des Weilburger Schülers Mats Kjellström genannt wurde. Mit selbstbewusstem Auftreten, fachlicher Kompetenz und sprachlicher Gewandtheit hat er die Jury überzeugt.

Der renommierte Debattierwettbewerb des Europäischen Jugendparlamentes hat – wie Lehrer Eike Kehr betont – Tradition am Gymnasium Philippinum. Denn seit Jahren entsendet die Schule regelmäßig Jugendliche, um auf nationaler oder internationaler Bühne aktuelle Europapolitik zu diskutieren. Nicht umsonst sei der aktuelle Vorsitzende des Europäischen Jugendparlamentes, David Plahl, ein ehemaliger Weilburger Schüler.

Ein wichtiger Faktor in dieser Erfolgsgeschichte ist sicher auch die Wertschätzung, die den engagierten Schülern von unterschiedlicher Seite zuteil wird. Unterstützt wird das Projekt von Landrat Manfred Michel (CDU), dem Magistrat der Stadt Weilburg, der Europaunion Oberlahn und dem Gymnasialschulverein Weilburg. (red)


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