"Weder langweilig noch kitschig"

LESEN Zum "Welttag des Buches" empfehlen drei Jugendliche ihre Lieblingsbücher / Zwischen Happy End und Hawking

Hannah Hoffmann.

Charlize Adamo.

Lisa Runzheimer.

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Hannah Hoffmann (16) aus Hörbach: Mein Lieblingsbuch ist "Tage wie diese" von John Green. Ich habe es in den Osterferien gelesen, und es hat mir sehr gut gefallen. Schön fand ich, dass es ein Happy End hat. In dem Buch geht es um drei Geschichten, die am Ende zusammengeführt werden. Die erste handelt von einem Mädchen, das schon seit einem Jahr einen Freund hat und in einer Nacht mit dem Zug zu ihrer Großmutter fahren will. Doch der Zug bleibt aufgrund eines Schneesturms stecken. So lernt sie einen Jungen kennen, in den sie sich verliebt. In der zweiten Geschichte geht es um drei beste Freunde, die gemeinsam durch einen Schneesturm laufen, um etwas zu erleben. Die dritte handelt von einem Mädchen, das ihrem Freund nachtrauert. Allerdings weiß sie nicht, dass er schon längst auf dem Weg zu ihr ist. Wie geschrieben: Am Ende sind alle drei Geschichten miteinander verknüpft, und es gibt ein Happy End.

Charlize Adamo (12) aus Mandeln: Mein Lieblingsbuch ist "Eine kurze Geschichte der Zeit" von Stephan Hawking. Die meisten Menschen kennen ihn nur als den Menschen mit der Nervensystem-Krankheit ALS und einem Sprachcomputer. Doch schon vor dieser Zeit, brachte der Physiker nennenswerte Fortschritte im Bereich Physik hervor.

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Weltansicht verändert

Das Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" will Fragen klären wie: "Woher kommen wir?" oder "Warum ist das Universum so, wie es ist?" Der Inhalt veränderte unsere Weltansicht komplett. Die meisten Sachen sind für uns heute selbstverständlich, wie die Tatsache, dass sich die Erde um die Sonne kreist. Doch woher sind wir uns da so sicher? Was gibt uns das Recht, es besser als die Menschen zu wissen, die gedacht haben, die Erde wäre eine Scheibe?

Dieses Buch bringt etwas mehr Licht in die Dunkelheit unseres Entstehens und die Entstehung des Universums. Was ist die Zeit? Hat sie ein Ende? Was ist ein schwarzes Loch, wie entsteht es? Hawking beschäftigt sich ebenso mit der Weltformel. Das Buch machte diese Fragen so populär, wie sonst kein anderes es schaffte. Wer wissen will, wie das Universum funktioniert, sollte dieses Buch lesen. Es hat mir die Physik, aber auch die Frage, wieso wir überhaupt hier sind, ein Stück weit ans Herz gelegt.

Lisa Runzheimer (15) aus Haiger: Eines meiner Lieblingsbücher ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von dem Amerikaner John Green. In dem Buch geht es um die 16-jährige Hazel Grace, die an Schilddrüsenkrebs erkrankt ist. Der Krebs hat sich bis in ihre Lunge ausgedehnt, weshalb eine Sauerstoffflasche und ein Nasenschlauch ihre ständigen Begleiter sind. Da Hazel nicht sehr viel mit Gleichaltrigen zu tun hat und oft alleine ist, machen sich ihre Eltern Sorgen und schicken sie in eine Selbsthilfegruppe für krebskranke Teenager. Hazel hält das für Zeitverschwendung, doch eines Tages bringt der augenkrebskranke Isaac seinen Freund Augustus Waters mit. "Gus" ist 17 Jahre alt, hat eine schwere Form von Knochenkrebs und steht vor einer Unterschenkel-Amputation durch die seine Chancen steigen, den Krebs zu besiegen.

Erst will Hazel sich nicht auf Gus einlassen, doch nach einer Weile erliegt sie seinem Charme und seiner humorvollen Art. Die beiden bemerken, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben und verbringen viel Zeit miteinander. Zusammen unternehmen sie einen Ausflug nach Amsterdam, um den Autor von Hazels Lieblingsbuch "An imperial affliction" zu treffen. Das Treffen läuft jedoch ganz anders als erwartet, und Hazel bekommt in Amsterdam eine schockierende Nachricht, mit der sie nicht gerechnet hat.

Mir gefällt das Buch so gut, weil es trotz der im Vordergrund stehenden Liebesgeschichte weder langweilig noch kitschig ist. Es ist sehr humorvoll und packend geschrieben, und die Geschichte ist realistisch und bewegend.


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