"Wie ein Konzert von 1985"

MUSIK Die heimische Band "Blizzen" veröffentlicht erste EP

Schon seit ihrer Jugend machen die vier "Blizzen"-Mitglieder Musik (von links): Andi Heindl, Daniel Steckenmesser, Marvin Kiefer und Gereon Nicolay. (Foto: Pauly)

Seit Anfang 2014 machen Daniel Steckenmesser (27, Bass und Lead-Gesang), Andi Heindl (26, Gitarre), Marvin Kiefer (22, Gitarre) und Gereon Nicolay (19, Schlagzeug) "ehrlich gemeinte, aus Überzeugung gespielte Musik". Inspiriert von Heavy Metal Bands aus den 1980er Jahren wie Judas Priest oder Iron Maiden schreiben die vier Jungs alle ihre Songs selbst und konnten sich vergangenen November über einen Plattenvertrag beim Szenelabel High Roller Records freuen. Kennengelernt haben sie sich über ihre gemeinsame Leidenschaft, die Musik. Steckenmesser und Heindl sind gemeinsam zur Schule gegangen und hatten schon vorher eine gemeinsame Band. Mit ihrem Kumpel Marvin Kiefer nahmen sie schon kurz nach der Gründung von "Blizzen" erste Songs als Demo auf. "Das mit uns Dreien war schon von vorn herein klar", erzählt Steckenmesser. Heindl ergänzt: "Dann habe ich Gereon auf Facebook angeschrieben und gefragt, ob er Bock hat, bei uns mitzuspielen. Ich habe ihm die Demos geschickt und wir haben zwei, drei Mal geprobt." Damit war Nicolay, der aus Neu-Anspach kommt, fester Bestandteil der Viererkombo.

In Puncto Musik sind alle kein unbeschriebenes Blatt mehr. Neben Heindl und Steckenmesser, die mit ihrer Band "Thrastanica" oft auf der Bühne standen, hat auch Kiefer schon musikalische Erfahrungen mit der Band "Crushing Inside" machen können. Gereon Nicolay kommt ursprünglich aus einer etwas anderen Ecke: Er spielt nebenbei noch in einer Jazzband. "Gereon ist der richtige Musiker bei uns", sagt Heindl.

Die vier Jungs aus dem Weilburger Umland mit Probenraum in Weilmünster haben es im vergangenen Jahr recht schnell geschafft, sich einen Namen in der Heavy-Metal-Szene zu machen. "Aus der Zeit mit Thrashtanica, unserer alten Band, haben wir viele Kontakte mitgenommen", sagt Steckenmesser. Kurzerhand wurde die Drei-Song-Demo in selbst gemachte CD-Hüllen gesteckt und auf Festivals verteilt.

"Ich kann nachvollziehen, wenn jemand sagt, den Krach kann ich nicht anhören"

Schnell kamen erste Auftritte und im vergangenen Herbst folgte der Plattenvertrag. "Wir hatten einen Kontakt zu einem hohen Tier in der Underground-Metal-Szene und haben auf seinem Festival gespielt. Er hat uns dann bei unserem jetzigen Label für den Vertrag vorgeschlagen", erzählt Kiefer. Die erste EP "Time Machine" mit fünf Songs erscheint am 17. April. Außerdem haben die Vier schon einen gut gefüllten Terminkalender für 2015. "Die Liste ist lang dieses Jahr", meint Nicolay. Sieben Gigs sind bereits bestätigt, dabei sind die meisten Auftritte Festivals. Sehen kann man Blizzen zum Beispiel auf dem "Out and Loud" in Geiselwind oder dem "Taunusmetal" in Oberursel. Was den Festivalbesucher bei einer Show erwartet? Für Heindl schnell beantwortet: "Heavy Metal!" Und genauer? "Wenn man auf die Bühne guckt, fühlt man sich wie bei einem Konzert im Jahr 1985!", sagt Kiefer.

Und trotzdem spielen Blizzen ausschließlich eigene Songs. Dass die vier Jungs eine besondere Leidenschaft für ihre Musik hegen, wird schnell klar. "Das Allerwichtigste ist das Lebensgefühl der Musik", sagt Steckenmesser. Für ihn und seine Bandkollegen ist Heavy Metal eine Lebenseinstellung, die verbindet. Nicolay erzählt: "Die Szene generell ist total cool, alles ist sehr familiär und überall entstehen Kontakte." Wer bei Heavy Metal nur an ätzenden Krach und Geschrei denkt, den belehren "Blizzen" eines Besseren: Gitarren und Gesang stehen im Vordergrund. "Was ich daran mag, sind die Energie und die Gitarrenriffs, die die Musik ausmachen. Ich kann aber auch nachvollziehen, wenn jemand sagt, den Krach kann ich mir überhaupt nicht anhören", meint Heindl. Ihn fasziniere die Musik aber immer wieder vom ersten Ton an. Die Energie der Musik ist es auch, die der Band ihren Namen gab - ein fiktives Wort übrigens. "Er habe mit ein paar Namen herumgespielt und heraus kam "Blizzen". "Unser Name klingt einfach energiegeladen und passt zu unserer Musik", sagt er. Ein großes Projekt steht für das kommende Jahr auch schon an: "Wir wollen auf jeden Fall dieses Jahr noch unser Debut-Album aufnehmen. Und ansonsten planen wir einfach, noch lange zusammen Musik zu machen!", meint Steckenmesser lachend.

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Steckbrief

Name: Blizzen
Musik: klassischer Heavy Metal im Stil der 80er Jahre
Erscheinungstermin der EP: 17. April
Bestätigte Gigs unter anderem: „Taunusmetal“ (Oberursel), „A Chance for Metal“ (Andernach)
Tickets gibt es auch direkt bei der Band
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