"Wir kriegen nie genug"

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Um 18 Uhr beginnt euer Konzert am Haarplatz, jetzt sitzt ihr hier bei uns zum midde-Talk. Habt ihr vom Hessentag denn überhaupt schon was sehen können?

Nico Gotthardt: "Wir sind ja schließlich Wetzlarer. Da wäre es ja schlimm, wenn wir noch nicht da gewesen wären (lacht). Ich war bisher jeden Tag hier. Und Dienstag haben wir hier auch schon gespielt."

Und, wie war das Heimspiel?

Kai Winterfeld: "Großartige Stimmung. Das war richtig gut. Vor allem, weil bei unserem Auftritt der Regen aufgehört und die Sonne geschienen hat."

Jetzt kommt die Frage, die schon tausendmal gestellt, aber nie wirklich von euch beantwortet wurde: Warum der Name "Just Oddo"?

André Brossok: "Ja, also, das ist so.... (lacht) Der Name setzt sich zusammen aus Buchstaben des Alphabets..."

Ne ne, nicht rumdrucksen, jetzt mal Butter bei die Fische. Woher kommt der Name?  

Nico: Der Name ist gar nicht spektakulär. Ich glaube, das Spektakulärste daran ist, dass wir ihn nicht verraten. Und er wurde uns verpasst. Aber beim nächsten Interview mit euch sagen wir's euch. Versprochen."

André, du bist ja eigentlich gar kein Mittelhesse, du kommst aus dem hohen Norden und bist seit 2008 Frontmann der Band. Wie fühlt man sich als Nordlicht hier in Hessen?

André: "Ja, ich komme aus Eckenförde. Durch eine Frau bin ich hierher gekommen. Auch wenn ich nicht mehr mit ihr zusammen bin, bereue ich es nicht, nach Mittelhessen gezogen zu sein. Ich bin hier wunderbar aufgehoben."

Ihr seid nicht nur Bandmitglieder, ihr seid auch Freunde. Seht ihr euch häufiger als eure Partnerinnen und Familienmitglieder?

Nico: "Zum Proben treffen wir uns ein- bis zweimal pro Woche. In heißen Phasen vor Gigs versuchen wir uns täglich zu sehen. Könnte Aber wir machen nicht nur Musik zusammen. Wir gehen auch mal ein Bierchen zusammen trinken - dabei kommen uns oft spontane Ideen."

André: "Im Moment haben wir etwa ein Konzert pro Monat. Aber könnten gern noch mehr sein. Wir kriegen nie genug."

Wie präsentiert ihr euch denn auf der Bühne?

Kai: Auf der Bühne machen wir Sachen, die wir sonst nicht machen würden. Wenn die Stimmung gut ist, lässt man sich richtig mitreißen. Wir haben für unseren Auftritt ein Grundgerüst, aber im Grunde kommt es eh immer anders. Auf der Bühne ist man zwar noch man selbst, aber irgendwie doch eine erweiterte Persönlichkeit. André zieht sich auch schon mal aus (lacht)."

André: "Da schreibst du jetzt aber ,Zitat Kai' (lacht). Egal, wie viele Zuschauer da sind - wir geben immer Vollgas."

Wo bereitet ihr euch denn auf eure Konzerte vor?

Nico: Mit Proberäumen ist das so eine Sache hier in Wetzlar. Schweineteuer. Und Ärger mit Vermietern bleibt auch nicht aus. In Wetzlar haben wir schon so ziemlich alles durch - von feuchten Militärbunkern bis hin zu edelsten Räumen mit riesigen Fensterfronten. Jetzt proben wir im Westend - da stören wir keinen."

Bei euch geht's ja auch ziemlich laut zu. Wie bezeichnet ihr euren Musikstil?

Nico: "Als Nu Rock - da fühlen wir uns zuhause. Frei von Einflüssen sind wir natürlich nicht. Nickelback läuft zum Beispiel bei uns im Auto."

Euer erstes Album ist jetzt fertig. Wie viel Energie habt ihr da reingesteckt?

André: "Das ist ein großartiges Gefühl, zum ersten Mal die eigene CD in der Hand zu halten. Wir haben fast zwei Jahre daran gearbeitet - und alles in Eigenregie gemacht. Das ist unser Kind. Unsere Visitenkarte. Unser Aushängeschild."

Und wie war das doch gleich mit eurem Bandnamen?

Nico: "Beim nächsten Mal."

 

Ein Album der Band kostet 11,99 Euro. Das Geld aus dem Verkauf wird sofort wieder in die Musik gesteckt. Wir von midde verlosen neun signierte Alben. Was ihr dafür tun müsst? Kommt zum Bauwagen und lasst ein Foto von euch und eurem Gewinn machen.

 

 


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