"Wir sind hochmotiviert"

 

Welche Filme guckt ihr euch am liebsten an?

Jonas Michalzik: Da gibt es kein bestimmtes Genre. Wir mögen auch mal Filme, die sonst keine große Aufmerksamkeit bekommen, mit einer guten Story, guten Bildern und guter Musik.

Samuel Michalzik: Sie müssen uns einfach flashen, etwas in uns bewegen und Emotionen rüberbringen. Dazu muss es nicht immer der größte Blockbuster sein.


Habt ihr diesen Anspruch auch an eure eigenen Filme?

Jonas: Wir versuchen, tiefgründige Filme zu drehen. Sie sollen eine Message rüberbringen.

Samuel: Wir möchten die Zuschauer mit unseren Filmen berühren und zum Nachdenken anregen. Der Film soll trotz allem aber einen gewissen Standard haben.

Jonas: Man bekommt für seine Werke eben nur Aufmerksamkeit, wenn diese auch die nötige Qualität und einen Unterhaltungswert haben.

Wie kommt ihr auf die Ideen? Was inspiriert euch?

Samuel: Ich schreibe die Drehbücher. Inspiration finde ich zum Beispiel in anderen Filmen, Musik oder durch Gespräche. Wenn ich genaue Bilder im Kopf habe, schreibt sich ein Drehbuch für einen Kurzfilm auch schon mal in einer halben Stunde.

Wie viel Zeit habt ihr gebraucht, um „No greater love“ zu drehen?

Samuel:
 Das ging ziemlich schnell. Wir hatten von Anfang an den 25. Dezember als Premierentermin vor Auge.

Jonas: Ende November haben wir erst mit der Arbeit begonnen. Daraus resultierten dann viele Nachtschichten, bevor der Film fertig war.

Wonach sucht ihr eure Kulissen und die Darsteller aus?

Samuel: Wir drehen eigentlich immer in der Umgebung von Dillenburg. Das spart Kosten und Aufwand. 

Jonas: Wir haben ja auch nur Zeit, samstags, sonntags oder abends zu drehen, weil wir ja auch arbeiten. Die Darsteller casten wir in unserem Freundes- und Bekanntenkreis. Aber wir fragen auch gezielt unsere Familie.

Samuel: Es müssen auf jeden Fall Leute sein, die die gleiche Motivation wie wir haben. Oft ist die Zusammenarbeit anfangs ein bisschen schwierig, weil es ja ausschließlich Amateurschauspieler sind. Schluss᠆endlich merkt man aber auch, dass in jedem Mensch ein Stück von einem Schauspieler steckt.

Was macht ihr denn, wenn ihr gerade keine Drehbücher schreibt oder Filme dreht?

Jonas: Ich arbeite als Mediengestalter. Dadurch habe ich schon viele Tricks gelernt, die mir beim Filmen helfen. Wenn wir dann noch Zeit haben, spielen wir Basketball im TV Dillenburg.

Samuel: Noch arbeite ich als Spediteur, wechsele aber jetzt die Branche. Nebenbei mache ich auch Musik mit meinem anderen Bruder, in unserer Hip-Hop-Band „FackelTräger“.

Was ist euer Traum als Filmemacher?

Jonas: Alle unrealistischen Träume mal außen vor gelassen, wollen wir einfach von einem Projekt zum nächsten etwas besser werden und uns weiterentwickeln. Natürlich wünscht sich jeder einmal ein großes Projekt, mit einem großen Cast und den Freiheiten, fast alles verwirklichen zu können, was man im Kopf hat.

Samuel: Mit jedem Projekt wachsen wir weiter, und wer weiß, wo uns dieser Weg, den wir vor ein paar Jahren eingeschlagen haben, mal hinführen wird.


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