Wo „Ali Baba“ auf dem Teller liegt

Gesundheit  Förderverein hat die Mensa der Herborner Comeniusschule übernommen

Anstehen an der Essensausgabe: Seit der Förderverein die Mensa an der Herborner Comeniusschule übernommen hat, kommt Bioqualität auf den Tisch. Das neue Essensangebot wird von den Schülern sehr gut angenommen, wie die Schulleitung sagt. (Foto: Eckel)
Bequem bestellen: Schulleiter Micha Gabriel an dem Terminal, an dem Schüler und Lehrer das Essen vorbestellen können. (Foto: Eckel)
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Im Sommer hat der Förderverein der Schule die Mensa übernommen. Das bedeutet: Der Verein stellt das Personal, ordert die Lebensmittel und erstellt den Speiseplan. Zu dem Schritt hatten sich die Verantwortlichen entschlossen, weil sie mit dem vorherigen Caterer nicht mehr zufrieden waren. „Die Qualität war eher gewinnorientiert“, wie es Schulleiter Micha Gabriel formuliert.

Um die Mensa betreiben zu können, hat der Förderverein aktuell drei „Mini-Jober“ eingestellt: Caroline Gabriel, Madeleine Reich und Dano Macciaro bilden das Mensa-Team, dass sich um den laufenden Betrieb kümmert. Unterstützt wird das Quartett von der Mensa-AG, in der sich Schüler der zehnten Klassen engagieren. Die derzeit 20 Jugendlichen helfen beispielsweise bei der Essensausgabe, stehen an der Kasse, schnippeln Obst und Gemüse oder spülen das Geschirr ab. Hinzu kommt die Theorie. Dabei geht es unter anderem um Hygiene, Buchhaltung und Warenwirtschaft.

Fleisch und Brot kommen aus Herbornseelbach, Obst und Gemüse aus Herborner Bio-Laden

Das Essen, das täglich in der Mensa ausgegeben wird, kommt aus Kassel: Einmal in der Woche liefert ein Bio-Schulcaterer Kühlware an, also beispielsweise vorgekochte Nudeln oder fertige Soßen. Alles in Bio-Qualität. Auf den Tisch kommen an der Comeniusschule aber auch Produkte aus der Region: Das Fleisch kommt täglich frisch von einem Metger aus Herbornseelbach. Genauso wie Brot und Brötchen, die eine Bäckerei aus Herbornseelbach jeden Tag anliefert. Obst, Gemüse, Eier und Milchprodukte kauft die Schule in einem Bio-Laden in Herborn ein.

Alle Zutaten – ob vorgekocht oder frisch – werden dann in der Mensa verarbeitet. Den Speiseplan erstellt das Mensa-Team. Die Schüler haben die Wahl – zwischen einem Mittagsmenü mit Nachtisch und Getränk oder sie stellen sich ihr Essen an der „Nudel- und Salatbar“ zusammen. Dort gibt es neben frischem Salat jeden Tag zwei verschiedene Sorten Nudeln und Soßen zur Auswahl. Und es gibt Snacks – belegte Brötchen, Pizzastücke, Müsli und süßes Gebäck.

Das Mittagsmenü ist abwechslungsreich: Fish und Chips, Fleischkäse mit Kartoffelbrei oder Backhähnchen mit Kartoffeln und Mais standen in den vergangenen Tagen auf dem Speiseplan. Und es gibt immer wieder Aktionswochen. Beispielsweise zum Thema Märchen. Dann kommen „Schneeweißchen und Rosenrot“ (Milchreis mit Erdbeersauce), „Sinbads Säbel“ (Hähnchenspieß mit Kartoffelwedges) und „Ali Baba und die 40 Räuber“ (Schaschlikgulasch mit orientalischem Bulgur) auf den Teller.

Das Essen kostet für die Schüler, wenn sie vorbestellt haben, 3,50 Euro, und spontan 3,80 Euro. Die Bezahlung läuft komplett bargeldlos: Jeder der rund 600 Schüler hat einen Chip, der an einem Automaten vor der Mensa oder von zuhause aus per Onlinebanking aufgeladen werden kann. Bestellt werden kann das Essen an einem speziellen Terminal in der Schule oder über das Internet.

Die Mensa ist von 7 bis 7.40 Uhr, in den großen Pausen und in der Mittagspause von 12.45 bis 13.30 Uhr geöffnet. Sie bietet Platz für 50 Schüler. Etwa 50 bis 60 Essen werden dort täglich ausgegeben.


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