800 Christen versammelten sich zu einer großen Gemeinde

Gelungene Premiere beim Eschenburg-Event der evangelischen Kirche
Bläser aus allen Ortsteilen fanden sich zu einem großen Posaunenchor zusammen.
Mehr als 800 Gottesdienstbesucher demonstrierten auf der Eschenburg eine Solidarität, die sich über die interkommunale Zusammenarbeit von Dillenburg und Eschenburg auch auf den kirchlichen Bereich erstreckt.(Fotos: Jung)
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Den Gottesdienst bereicherten 60 Bläser unter Chorleiter Martin Eitzenhöfer. Auch ein Gemeinschaftschor der Kirchengemeinden – dirigiert von Margit Hartmann – trug zu dem Fest bei.

"Mir fehlen einfach die Worte", äußerte sich Pfarrer Stefan Fetscher (Nanzenbach) überrascht von der großen Anzahl der Besucher. Er gehörte ebenso zum Vorbereitungskreis wie Friedrich Schäfer und Rüdiger Klein aus Nanzenbach, Pfarrer Michael Brück, Matthias Schmidt und Heiko Holighaus aus Hirzenhain, Achim Hartmann und Hans Günter Göst (Eiershausen), Gerhard Benner (Wissenbach), Pfarrer Wieland Schäfer (Eibelshausen) sowie Vertreter der Kirchengemeinde Simmersbach-Roth. Die Begeisterung angesichts der Idee eines gemeinsamen Gottesdienstes sei in den Kirchengemeinden groß gewesen.

Die Feuerwehren hatten bei "E 3" alle Hände voll zu tun für den Pendeldienst und als Einweiser an den Parkplätzen. Das THW Dillenburg sorgte für die Stromversorgung. Der Eschenburger Bauhof hatte die Wiesen gemäht. Um die Feldküche kümmerte sich der CVJM aus Kölschhausen und für den Fall des Falles standen DRK-Helfer bereit.

Dillenburgs Erste Stadträtin Elisabeth Fuhrländer konnte fachkundig darüber aufklären, wem die Eschenburg gehört: Das Terrain der Gemeinde Eschenburg erstreckt sich bis zum Plateau, die abfallenden Flächen Richtung Nanzenbach sind Dillenburger Gebiet. Mittendrin gibt es allerdings noch ein privates Areal.

Die Idee, den ursprünglichen hölzernen Aussichtsturm wieder zu errichten, der 1945 abgebrannt war, "ist nicht vergessen", versicherte Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad. 2008 wurde dazu bereits eine Studie erstellt. Inzwischen allerdings hat weder seine Gemeinde noch die Stadt Dillenburg Geld für ein solches Projekt.

Wenn auch dunkle Wolken am Horizont aufzogen und einen baldigen Regenguss vermuten ließen – der Gottesdienst fand bis zur letzten Minute im Trockenen statt. Erst danach verirrten sich einige wenige Tropfen auf das Festgelände. Nach dem Mittagessen waren sechs Spielstationen für Jung und Alt aufgebaut. Mit einem Luftballonwettbewerb ging die Premierenveranstaltung zu Ende. Dabei hatten die Kirchengemeinden farblich unterschiedliche Ballons, die sich am Himmel zu einer bunten Mischung trafen – was für eine Symbolkraft.


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