Abwechslungsreiches GirlsDay-Programm im Rathaus

Mädchen erkunden die technischen Berufe bei der Stadtverwaltung
Freuten sich auf einen abwechslungsreichen Tag in der Verwaltung (v. l.): Lisanne Koch, Celine Cunz, Johanna Knoche, Pia
Freuten sich auf einen abwechslungsreichen Tag in der Verwaltung (v. l.): Lisanne Koch, Celine Cunz, Johanna Knoche, Pia Rathmann, Ann-Christin Hudel, Vanessa Hanke und Katharina Schrader. Begleitet von (hintere Reihe): Petra Pfeiffer, Ina Weiß und Elisabeth Fuhrländer.

Der Girls´Day findet zum 12. Mal statt und gilt als wichtiger Baustein in der Berufs- und Studienorientierung. Er trägt nachweislich zu einem positiven Image der technischen Berufe bei und fördert wertvolle Kompetenzen für die Zukunft von Unternehmen und Organisationen in Deutschland. Die junge Frauengeneration in Deutschland verfügt heutzutage über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch wählen Schülerinnen hierzulande nur aus einem kleinen Spektrum von Ausbildungsberufen und Studiengängen. Durch den Frauenmangel in Zukunftsberufen bleiben Innovationschancen ungenutzt. Der Trend zur geschlechtertypischen Berufswahl sollte durchbrochen werden – auch um auf dem Weg der Entgeltgleichheit Fortschritte zu erzielen. Das Projekt "Girls´Day – Mädchen Zukunftstag" bietet Schülerinnen Einblick in Berufsfelder, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen.

Die erste Station der Dillenburger Teilnehmerinnen führte in das Stadtbauamt. Dort nahm sich Architekt Ralf Thomas genügend Zeit, über das größte Bauprojekt der Stadt – die Kindertagesstätte in Frohnhausen – zu sprechen. Anhand der Baupläne erklärte er den Mädchen, wie die Maßnahme geplant wurde und jetzt umgesetzt wird. Der Theorie folgte die Praxis: mit dem städtischen Jugendbus ging es nach Frohnhausen, um die Baustelle aus nächster Nähe zu besichtigen.

Bautechnische Zusammenhänge konnten so viel besser verstanden werden. Alexandra Bube vom Architekturbüro Fuchs aus Herborn ist die beauftragte Bauleiterin des Großprojektes. Anschaulich stellte sie den interessierten Schülerinnen den Beruf der Architektin vor.

Nach einem kleinen Frühstück trafen die jungen Besucherinnen und ihre Begleiterinnen am Regenüberlaufbecken in Frohnhausen ein. Die Stadtwerke-Mitarbeiter Rüdiger Schäfer und Karl-Heinz Frey erläuterten, welche technische Funktion so ein Becken überhaupt hat und dass zum Beispiel wegen der Bildung von Gasen regelmäßig die Schlammüberprüfung erfolgen muss.

In Dillenburg wieder angekommen, nahm die Gruppe jetzt den Brandschutzbereich näher unter die Lupe. Sven Hartmann und Carolin Kunz führten die Mädchen durch den Feuerwehrstützpunkt, erläuterten die Funktion der verschiedenen Räume und Anlagen und stellten dar, wie bei einer Brandbekämpfung vorgegangen werden muss. So war ein Einblick in das Aufgabenfeld einer Berufsfeuerwehrfrau gewährleistet. Auch hier ließ die Praxis natürlich nicht auf sich warten. Mit Feuerlöschern bewappnet testeten die Mädchen aus, wie ein Feuer sicher und schnell gelöscht werden kann. Gegen 14.00 Uhr klang der Tag aus. Alle Teilnehmerinnen waren begeistert über die Vielseitigkeit der technischen Berufe in der Stadtverwaltung und hoffen, dass die Erfahrungen dieses Tages ihnen die spätere Berufswahl vielleicht etwas erleichtern.


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