"Ah, a alors!!!!" - rasantes deutsch-französisches Theaterstück sorgte für Unterhaltung pur

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Das Stück dreht sich um die chaotische, deutsche Schülerin Maxi, die mit ihrer Austauschgruppe nach Paris fliegen soll. Wie erwartet kommt sie zu spät zum Flughafen und erreicht gerade noch ihren Flug. Begeistert und aufgeregt erzählt sie ihren Freunden im Flugzeug, dass sie eine Wette abgeschlossen hätte: Sie wollte einen "echten" Franzosen küssen und dies als Beweis fotografieren. Die Zuschauer wurden zu Statisten: Die "Freunde" waren Schüler aus dem Publikum, die im "Flugzeug" auf der Bühne Platz nahmen. Angekommen in Paris verliert sie ihre Gruppe und wartet auf ihre Austauschpartnerin Camille. Leider lungert nur ein schlaksiger Teenager mit Ohrstöpseln in der Ankunftshalle. Und dieser stellt sich dann auch noch prompt als DER Austauschschüler Camille heraus. Auch Camille erwartete bei dem Namen Maxi eher einen Jungen. Maxi ergreift ihre Chance und fragt Camille unverblümt, ob er sie küssen würde. Er verneint natürlich und fühlt sich gekränkt.
Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Camille zu einem Basketballspiel aufbricht, und Maxi sich alleine aufmacht, die Metropole Paris zu erkunden. Nach der langen Reise verspürt sie jedoch Hunger, muss aber erschrocken feststellen, dass ihr Geld im Koffer ist, den Camille jetzt hat. Ihr bleiben nur 2 Euro, mit denen sie sich nur einen "Café" leisten kann – ein Espresso, ohne Zucker und, bitte schön, an der Theke! Nach langem Hin und Her mit dem Kellner und das Ganze noch auf Französisch – was nicht zu Maxi Stärken gehört – taucht Camille plötzlich auf, und dann kann die richtige Stadtbesichtigung losgehen: Der Eiffelturm und Notre Dame werden von der Touristin Maxi bewundert; als Einwohner von Paris langweilt sich Camille jedoch.

Am nächsten Morgen gibt es Kaffee aus einem Schüsselchen, "bol" genannt, sehr gewöhnungsbedürftig, aber lecker. Anschließend geht es ins "lycée", ins Gymnasium. Natürlich kommt Maxi wieder zu spät und macht sich über den Französischlehrer, M. Chevalier, lustig ("le cheval" heißt auf französisch "das Pferd"). Wieder werden die Schüler ins Geschehen mit einbezogen. Diesmal müssen sie in der "Französischstunde" am lycée französische Verben konjugieren. Sie bewältigen diese Aufgabe mit Bravour. Zu guter Letzt finden Maxi und Camille zueinander. Sie entschuldigen sich für ihr unpassendes Verhalten – Maxi für den "Wetten-Kuss", Camille für sein bescheidenes Auftreten als Gastgeber. Den KUSS gibt es schließlich doch, aber er konnte nicht als Foto festgehalten werden. Schon heute freuen wir uns auf die nächste Vorstellung des Knirps-Theaters. Dann mit einem anderen Stück. Die anwesenden Schüler waren von den Verwandlungsfähigkeiten der beiden Schauspieler sehr beeindruckt. Positiv angemerkt wurde, dass die meisten Dialoge – da szenisch eingebettet – durchaus verständlich waren: Ein nicht zu unterschätzendes Erfolgserlebnis zum Schuljahresende!

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