Brandschutzerziehung in der Eschenburgschule

Feuerwehr besucht die 4. Klassen in Eibelshausen

Ein Grundschüler übt das Absetzen eines Notrufes mit einem Übungstelefon.

Brandlehre vor den Schulklassen anhand von kleinen Beispielen. Stephan Deis und Nicole Keller erklären den Kindern, wie Feuer entsteht.

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So werden in allen vorhandenen Kindergärten sowohl die Kinder als auch die Erzieher regelmäßig von ehrenamtlichen Helfern aus den Wehren über den Brandschutz aufgeklärt.

Nun soll in Zukunft auch an den Grundschulen verstärkt diese Erziehung stattfinden und fester Bestandteil im Unterrichtsplan aller Schulen werden.

In der Eschenburgschule mit ihren zwei Niederlassungen in Eiershausen und Eibelshausen konnte man in Eiershausen in den letzten Jahren bereits positive Erfahrungen sammeln.

Am Standort Eibelshausen wurden jetzt 22 Kinder aus den vierten Klassen mit ihren vier Lehrern von Feuerwehrangehörigen aus beiden Orten ausgebildet.

„Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren Eibelshausen und Eiershausen funktioniert hier nicht nur im abwehrenden Brandschutz sehr gut, sondern auch bei den vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen.“, lobte Eiershausens Wehrführer Ingo Stranzenbach diese Veranstaltung.

Ziel war es, die teilweiße mit dem Arbeitskreis für Brandschutzerziehung des Feuerwehrverbandes Dill entwickelten Inhalte dieser Erziehung, kindgerecht zu vermitteln. Hierzu zählten neben der Vorstellung der Feuerwehr und ihrer Arbeit vor allem das Entstehen von Bränden und das richtige Verhalten in einer Notsituation.

Stranzenbach hatte zusammen mit seinen Helfern Nicole Kunz und Stephan Deis insgesamt drei Stunden Unterricht hierfür ausgearbeitet und vorbereitet.

Nach einer Vorstellungsrunde und einer kleinen Wissensabfrage über die Feuerwehr konnten die Kinder die Aufgaben der Brandschützer anhand des „Retten, bergen, löschen, schützen“ Logos selbst ausarbeiten und näher kennen lernen.

Wie und warum ein Feuer überhaupt brennt, bekamen die Kinder mit kleinen Experimenten dargestellt. „Die vier Säulen, nämlich ein brennbarer Stoff, Luft, Zündtemperatur und das richtige Mengenverhältnis lassen ein Feuer brennen.“, erklärte Nicole Kunz den Kindern. „Nimmt man eine Säule weg, geht das Feuer aus.“, ergänzte Stephan Deis.

Die Auswirkung des Feuers, den Brandrauch, simulierten die Ausbilder mit dem Rauchhaus der Feuerwehr Eschenburg. Dies ist eine Art großes Puppenhaus mit gläserner Front, welches die Kameraden selbst erbaut haben. Hier erkennt man, wie sich der Brandrauch in einer Wohnung und über mehrere Geschosse ausbreitet. Auch die lebensrettende Aufgabe eines Rauchmelders wird hier veranschaulicht.

Das richtige Verhalten vom Verlassen des Gebäudes bis hin zum Sammeln am Sammelplatz wurde den Schülern schnell klar.

Unter welcher Nummer man die Feuerwehr oder den Rettungsdienst im Notfall erreicht und auf welche wichtigen Informationen es dem Disponent am Telefon ankommt, durften die Kinder an einem Telefon selber ausprobieren. „112, wer, was, wo ist ein prima Reim. Wie viel Verletzte und das Warten auf Rückfragen komplettieren die wichtigen fünf W’s des Notrufes.“, erläuterte Ingo Stranzenbach den Schülern.

Nach dem Unterricht besuchten die vierten Klassen das Feuerwehrgerätehaus in Eibelshausen. Hier stellten Kristopher Kirsten Heinz und Jakob Manderbach von der Feuerwehr Eibelshausen den Kindern die Unterkunft und die Fahrzeuge vor. Interessiert blickten die Kinder auf die vielen vorhanden Gerätschaften und die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes mit Atemschutz.

Als kleines Dankeschön für die Aufmerksamkeit erhielten alle Schüler ein Lineal mit aufgedruckter Notrufnummer sowie einem Stundenplan. Auch eine Broschüre der Jugendfeuerwehr durfte nicht fehlen, denn für viele stand nach den aufregenden Stunden der zukünftige Traumberuf bereits fest.


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