Bürgermeister steht Austauschschülern Rede und Antwort

Michael Lotz empfängt WvO-Schüler und ihre polnischen Gäste
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Als einer der ersten Programmpunkte des Rücktausch-Besuches stand die Einladung des Bürgermeisters Michael Lotz ins Rathaus auf dem Plan.

Herr Lotz begrüßte die Gäste herzlich und stellte die Stadt Dillenburg und ihre Ortsteile in einer Präsentation vor. In den fünf großen Bereichen Kultur, Natur und Tourismus, Bildung, Religion und Glaube sowie Wirtschaft erläuterte er die Merkmale und Besonderheiten der Stadt näher. Er ging auch auf die Ergebnisse der vergangenen Kommunalwahlen ein und erläuterte die Funktionsweise der Lokalpolitik mit der Stadtverordnetenversammlung und anderen Gremien.

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Nach dem Vortrag des Bürgermeisters hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, dem Bürgermeister Fragen zu stellen. Die erste Schülerfrage bezog sich auf den Arbeitsmarkt – die Arbeitslosigkeit und die Berufsperspektiven junger Menschen. Die Antwort von Michael Lotz: „Die Arbeitslosenquote in Dillenburg lag Anfang des Jahres bei 4,5 Prozent, was relativ niedrig ist. Die Wirtschaftskonjunktur wird als robust bezeichnet. In der Stadt und in der Umgebung sind viele mittelständische (z.B.: Läderach, Linde-Wiemann, Ströher-Keramik oder Wendel) und auch größere Unternehmen (z.B. Outokumpu Nirosta, Weber, Isabellenhütte, Cohnline, Cloos oder Loh Group) ansässig. Sie sind interessiert an guten Mitarbeitern, die aus der Region kommen, bzw. hier sich dauerhaft niederlassen wollen. Die Firmen unterstützen dann in vielfältiger Weise ihr Personal.“

Eine weitere Schülerfrage thematisierte allgemein die Perspektiven der jungen Menschen in Dillenburg. „Trotz der Randlage in Hessen, liegen wir gleichzeitig zentral zwischen zwei Metropolen: Köln und Frankfurt, die dank der guten Verkehrsinfrastruktur schnell erreichbar sind; mit dem Auto in etwas mehr als einer Stunde. Für Studenten ist Dillenburg auch interessant, da wir von allen drei großen Uni-Städten – Gießen, Marburg oder Siegen – ca. 30 km entfernt liegen.“ erläuterte Hr. Lotz dazu.

Auch nach der Attraktivität der Stadt für die Bewohner wurde gefragt. Der Bürgermeister führte dazu aus: „Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, die Kernstadt und die umliegenden Dörfer attraktiv zu machen. Wir können mit mehreren Karten trumpfen. Vor allem wurden wir mit der intakten Natur geschenkt. Unser Leitungswasser hat hohe Qualität und ist ein Lebensmittel. Unsere weiteren Stärken liegen in der Kultur mit jährlich mehreren großen und kleineren Veranstaltungen und der Tourismus mit dem Naturpark Lahn-Dill-Bergland, dem Westerwald- oder dem Rothaarsteig. Bei uns kann man gut Reiten, Wandern oder Fahrradtouren durchführen.“ Und weiter ergänzte er:

„ Das Mittelgebirge mit seinen Wäldern ist nicht nur schön zu betrachten, sondern durch den Wandertourismus am Rothaarsteig sind insgesamt über tausend neue Arbeitsplätze entstanden. Somit ist die intakte und dadurch attraktive Natur – wenn man es so will – auch ein Wirtschaftsfaktor.“

Zum Abschied haben die SchülerInnen eine kleine Tasche mit Infomaterial und Andenken über Dillenburg überreicht bekommen. Mit den Worten: ''Nochmals ein herzliches Willkommen in Dillenburg, viel Spaß noch während der nächsten Tage und vielleicht kommen Sie noch einmal wieder, wir würden uns sehr freuen'', verabschiedete der Bürgermeister seine durchaus beeindruckten Gäste.

 Text: Fabienne Peter, Q2 PW LK SAJO
Fotos: Paul Sajon, WvO


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