Ehre, wem Ehre gebührt

Bundesjugendspiele aus der Sicht eines Schülers
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Als ich in der Halle ankomme, sitzen die meisten schon auf ihren Plätzen. Alle sind gekommen: Die Klassen, die Lehrer und die Schulleitung ist auch dabei. Die Ehrungen beginnen und die stärksten Fünftklässler können sich unter dem Applaus der anderen Schüler ihre Ehrenurkunden abholen. Sie sehen schon etwas stolz aus auf dem Siegerfoto.

Nacheinander folgen die weiteren Klassen. Die Punktzahlen steigen, bis endlich meine Klasse 10R an der Reihe ist. Neben mir wird mein Freund aufgerufen. Ich freue mich für ihn und klatsche ihn nach vorne. Leider bin ich diesmal nicht dabei, aber es kann nicht viel gefehlt haben. Eine letzte Chance auf eine Ehrenurkunde bleibt mir im nächsten Jahr. Die werde ich nutzen.

Nach den Ehrenurkunden kommen die Ehrungen der erfolgreichen Staffeln. Jede Klasse hat eine Staffel gestellt und ist über die 8x100m angetreten. Sieger bei den „Kleinen“ (5.-7. Klasse) ist die Klasse 7R. Bei den „Großen“ (8.-10. Klasse) haben wir – die 10R – den Sieg eingefahren und so darf ich mich doch noch ein bisschen feiern lassen.

Am Ende dann der Höhepunkt. Wer sind die besten Athleten der Schule? Bei den Jüngeren gibt es eine Überraschung. Eine Fünftklässlerin schlägt alle Sechs- und Siebtklässlerinnen. Aylin Celik gewinnt mit 1001 Punkten. Bei den Jungs holt sich Lychezar Tasev mit 1159 Punkten den Sieg. Doch wer hat die höchsten Punktzahlen aller erreicht? Die Neuntklässlerin Janina Friedrich schaffte mit 1167 die höchste Punktzahl aller Mädchen und ist damit die Schulsiegerin. Bei den Jungs gibt es dann noch eine wahnsinnige Punktzahl: Abdul Munir Sediqui schlägt die beiden Sportasse meiner Klasse knapp, wird mit 1499 Punkten Schulsieger und nimmt ganz oben auf dem Podest Platz.

Auch wenn es für mich nicht für eine Ehrenurkunde gereicht hat, war es doch eine schöne Veranstaltung, und wie schon angekündigt: Nächstes Mal kriege ich auch noch die Urkunde mit der Unterschrift des Bundespräsidenten. Mal schauen, ob es noch derselbe ist.


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