Ein Bild vom jüdischen Landleben gemacht

Schüler besuchen Freilichtmuseum Hessenpark
Die Wilhelm-von-Oranienschüler im Hessenpark. (Foto: privat)
Die Wilhelm-von-Oranienschüler im Hessenpark. (Foto: privat)

Die Schülerinnen und Schüler besuchten daher mit ihren Lehrern Michael Schneider und Kerstin Renkhoff die Anfang Juni eröffnete Sonderausstellung "Jüdisches Landleben in Hessen", die anhand von historischen Fotografien das Leben jüdischer Familien in Windecken, Ostheim und Heldenbergen bis zur Zeit des Nationalsozialismus dokumentiert. Diese Ausstellung wird in der ehemaligen Synagoge aus Groß-Umstadt präsentiert, die erst seit kurzem für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Der zweite Teil der Sonderausstellung befasst sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Groß-Umstadt und ihrer Synagoge. Außerdem informiert sie über jüdisches Leben in anderen Regionen Hessens vor dem Holocaust.

Das Thema "Groß-Umstadt" bildete einen Schwerpunkt des Museumsbesuchs der Oberstufenschüler der W-v-O: Sie beschäftigten sich exemplarisch mit vier jüdischen Familien in der südhessischen Stadt und erforschten, wie sich deren Alltag zur Zeit des Nationalsozialismus veränderte. In einem Rollenspiel, das sich an der Diskussion in Groß-Umstadt über den Umgang mit der Synagoge und deren Neuaufbau im Museum orientiert, wurde ferner die Frage erörtert, ob die Umsetzung einer Synagoge in ein Freilichtmuseum sinnvoll sei. Ein weiterer Baustein des Projekttages war die Beschäftigung mit jiddischen Elementen in der heutigen Umgangssprache. So fanden die Pennäler heraus, dass sich beispielsweise unser heutiger Neujahrsgruß "Einen guten Rutsch!" vom jiddischen "Rosch haSchana", dem Namen für das jüdische Neujahrsfest, ableitet.

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Begleitet von Edith und Erich, zwei jüdischen Kindern, die in einem kleinem Museumsführer die WvO-Schüler zu verschiedenen Stationen und schließlich zur ehemaligen Synagoge aus Nentershausen lotsten, gewannen die Teilnehmer der Exkursion einen Einblick in das Leben jüdischer Hessen in den 1930er Jahren. Das Freilichtmuseum Hessenpark, das als einziges Museum seiner Art zwei Synagogen beherbergt, bot den Dillenburger Schülern auf diese Weise einen weitgefächerten Einblick in das jüdische Landleben vor dem 2. Weltkrieg.

Vor der ehemaligen Synagoge aus Groß-Umstadt präsentieren sich die Oberstufenschüler der Wilhelm-von-Oranien-Schule.


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