Gemeinsam spielen, tanzen, singen, bewegen und basteln

Seit fünf Jahren kooperieren die Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz und das "Haus Elisabeth" in Dillenburg in einem Projekt
Wie riecht Sauerkraut?
Wie riecht Sauerkraut?
Lustiges Spiel mit einem Einkaufs-Netz.
Lustiges Spiel mit einem Einkaufs-Netz.
Hilfestellung bei der Herstellung eines Wollpomponvogels.
Hilfestellung bei der Herstellung eines Wollpomponvogels.
Treffsicherheit und Reaktion waren beim Fliegenklatschen-Tennis gefragt.
Treffsicherheit und Reaktion waren beim Fliegenklatschen-Tennis gefragt.
Wohltuende Atemtechniken bildeten den Abschluss der Stunde.
Wohltuende Atemtechniken bildeten den Abschluss der Stunde.
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Dabei wurde von allen Schülerinnen ein gemeinsames Ziel verfolgt: die Förderung der Eigen-Aktivität, der Beweglichkeit, des Wohlbefindens, der Kommunikation und des sozialen Miteinanders der Bewohner und der Teilnehmer aus der Tagespflege.

Hier wurde immer wieder darauf geachtet, sich am Leben und der Biografie der Zielgruppe zu orientieren. So war die Seniorengruppe schließlich besonders munter am Erzählen, als ein Gedicht über "Sauerkraut" vorgetragen wurde und anschließend Sauerkraut zum Riechen und Kosten angeboten wurde. Erinnerungen an früher wurden wach und Erfahrungen über die Herstellung von Sauerkraut rege ausgetauscht.

Sehr hilfreich bei der Planung waren die Erkenntnisse aus einer gemeinsamen Fortbildung für Schülerinnen der Sozialassistenz, Lehrerinnen der Gewerblichen Schulen sowie Betreuerinnen aus dem Haus Elisabeth. Das Thema war "Motogeragogik: Ganzheitliche Bewegungsarbeit mit alten Menschen". Die Gewerblichen Schulen konnten für diese gelungene Fortbildung Claudia Drastik-Schäfer gewinnen, die über eine langjährige Erfahrung in der psychosozialen Betreuung, Beratung und Therapie im Alter verfügt und unter anderem mit Dozenten der Universität Marburg zusammen arbeitet. Frau Drastik-Schäfer gelang es, den Teilnehmerinnen mit viel Humor und Sachkompetenz einen guten Einblick in die Psychomotorik mit alten Menschen zu geben.

Einige praktische Anregungen wurden dann auch umgehend im Projekt umgesetzt und ver-halfen den Schülerinnen zu mehr Sicherheit im Umgang mit alten und zum Teil demenziell erkrankten Menschen.

"Mir hat das Projekt sehr gut gefallen. Ich war vorher sehr aufgeregt, aber das Zusammenar-beiten mit den Senioren hat dann viel Spaß gemacht. Ich konnte für mich persönlich und meinen Beruf wichtige Erfahrungen sammeln", so das Fazit der Schülerin Lea Altenbeck.

Besonders gefreut hat die Schülerinnen und ihre betreuende Lehrerin Elke Reining schließlich das Lob einer Mitarbeiterin im Haus Elisabeth: "Wir haben durch euch viele tolle Ideen bekommen. Wir haben fleißig mitgeschrieben und wollen einiges in unseren täglichen Präsenzstunden umsetzen."


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