Ist Goethe noch zeitgemäß?

Schüler des Johanneum-Gymnasium haben am Franz-Böhm-Kolleg teilgenommen
Liesa Roeder, Mario Lorenz, Uschi Waschke, Max Bierbach, Christine Lieberknecht (Ministerpräsidentin von Thüringen), Kem
Liesa Roeder, Mario Lorenz, Uschi Waschke, Max Bierbach, Christine Lieberknecht (Ministerpräsidentin von Thüringen), Kemia Metz, Christopher Großmann , Kristine Tromsdorf (Kursleiterin am Johanneum). (Foto: Privat)

Nicht alle Tage kommt man zu der Ehre, der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen die Hand schütteln zu dürfen, welche die Festrednerin des Vortragabends war. Wie viel mehr der Ehre, von ihr auch noch für die eigene Darbietung beglückwünscht zu werden. Dies passierte den 6 Schülerinnen und Schülern aus den Deutschkursen von Frau Tromsdorf und Frau Betz, die eingeladen worden waren, mit ihren selbstentwickelten Kurzbeiträgen über J.W. von Goethe das Rahmenprogramm für die akademische Veranstaltung zu gestalten.
Einmal im Jahr findet an der Universität Siegen das Franz-Böhm-Kolleg statt, das dem 1977 gestorbenen Mitstreiter Ludwig Erhards für die Soziale Marktwirtschaft gewidmet ist, der in der Zeit der NS-Diktatur beruflich verfolgt wurde. Im Sinne seines Einsatzes für freiheitliches Denken wurde dieses interdisziplinäre Forum entwickelt, das regelmäßig unter der Leitung von Herrn Professor Bodo Gemper (Fakultät Wirtschaftswissenschaften)  zum Dialog über "Zeitfragen mit Zukunftswirkung" anregt.
Frau Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht stellte sich den Johanneum-Schülern hinterher zum Gespräch und lobte sie für die Kreativität, die in ihren Beiträgen sichtbar wurde. Mit viel Selbstbewusstsein und Können hatten die jungen Schülerinnen und Schüler ein Bild von Deutschlands großen Dichter und Denker präsentiert, das unter der Leitfrage stand: Ist Goethe heute noch zeitgemäß? Es zeigte sich, dass die Frage bejaht werden kann, wenn es wie hier gelingt, die Schülerinnen und Schüler zu einer individuellen Auseinandersetzung mit diesem großen Geist zu bringen. Das war im Rahmenprogramm durch die Schule auf hervorragende und amüsante Weise geschehen, z.B. durch eine "multi-kulti"-Bearbeitung von Goethes Gedicht über Prometheus, das Symbol der Herborner Schule.


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