Plädoyer für die internationale Sprache Esperanto

Die Europäisch Union und die Sprachbarriere

Gute Englischkenntnisse sind unverzichtbar und deshalb lernen Schüler heute meist gerne und intensiv Englisch. Das kostet viel Zeit, die zu Lasten der anderen Fächer geht. Trotzdem sind die Allerwenigsten nach Schule in der Lage, einen englischen Vortrag im Detail zu verstehen oder in einer Diskussion auf Englisch ihren Standpunkt zu vertreten. Das ist nicht unbedingt Schuld der Lehrer, sondern liegt u.a  an der Komplexität und den vielen Ausnahmregeln im Englischen, die alle mühevoll erlernt werden müssen.

In Europa sind heute insgesamt 24 Amtssprachen anerkannt, aber in den EU-Behörden werden meist nur  Englisch, Französisch und Deutsch als Arbeitssprachen verwendet und die anderen Sprachen werden bewusst benachteiligt. Die EU hat den größten Übersetzungsapparat der Welt und die die Sprachenpolitik kostet die EU jährlich knapp ein Prozent ihres Gesamtetats.

In vielen EU- Stellenausschreibungen werden sehr gute englische Sprachkenntnisse gefordert und der Nachweis eines mehrjährigen Aufenthalts im englischsprachigen Ausland. Da sind viele einkommensschwächere Familien benachteiligt, die es sich nicht leisten können ihre Kinder in England oder in den USA ausbilden zu lassen.

Die Lösung ist Esperanto: Hier gibt es eindeutige und leicht erlernbare Sprachregeln und die Aussprache ist immer eindeutig. Trotz des einfachen Aufbaus ist Esperanto dennoch sehr ausdrucksstark und Esperanto-Sprecher können sich heute über alle Grenzen hinweg weltweit verständigen. Man sagt Esperanto ist etwa 3 bis 5 mal so schnell erlernbar wie Englisch oder Französisch.

Dieses Jahr findet der 100. Welt-Esperanto Kongress in der französischen Stadt Lille statt, wo sich über 3000 Esperantisten aus aller Welt treffen. Esperanto neu zu entdecken und Esperanto zu lernen macht eine Menge Spass. Im Internet findet man immer mehr Webseiten über Esperanto, die den Einstieg erleichtern. Esperanto kann viel zur gleichberechtigten Kommunikation der Menschen in Europa und als internationale Sprache zur besseren Verständigung zwischen den verschiedenen Kulturen und Nationen beitragen.


20.03.2015

G. Hennemann, Dillenburg


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