Politik und Tierschutz

Wenn die Politik nicht mal den Tieren helfen kann, ich drücke es mal vorsichtig aus, nicht mal in den „kleinen“ Dingen zu handeln vermag, wie soll sie dann in den „großen“ Angelegenheiten walten bzw. den Menschen helfen?!

Wenn die Tiere darauf warten müssten, bis den Menschen auf Erden geholfen wäre, kämen sie nie zum Zuge.

Wenn man es nicht aus ethischen und tierlieben Aspekten umsetzen mag, dann doch zumindest aus den gesundheitlichen Aspekten. Die Politiker vergiften wohlwissentlich und ganz bewusst ihr eigenes Volk. Ein Lebensmittelskandal nach dem anderen. Bio ist nicht gleich Bio, für das Tier und seine Qualen macht das keinen Unterschied. Ob das Huhn in einem oder zwei DIN A4 Seiten kleinen Käfig, Qualen zu seinen Lebzeiten erdulden muss, wird ihm wohl auch relativ sein. Vegetarier sind auf dem Vormarsch und auch die Veganer werden nicht mehr in dem Ausmaß belächelt, wie es mal war. Es geht hier nicht um „extreme Ernährung“. Es geht darum, extreme Haltungsbedingungen nicht mit seinem Gewissen und seiner Gesundheit vereinbaren zu können. Was gibt es denn gegen unbefruchtete Eier und Milch einzuwenden fragt der gemeine „Bauer“? Nun ja, wenn man bedenkt, dass wir als Mensch Kuhmilch in der Regel sowieso sehr schlecht vertragen, oft allergisch reagieren und dem Japaner gänzlich ein Enzym im Darmmilieu fehlt um diese zu verdauen und die männlichen Kälber sowie auch die Küken nach ihrer Geburt sofort umgebracht werden, ist vegan doch ein Argument.

Fleisch essen ist normal, es war immer so. Nur weil sich die Uhrzeitmenschen, sofern es sie gab, mit Blättern den Popo abgewischt haben, muss es nicht noch heute so sein, oder?!

Wir kennen es nicht anders? Ist es deshalb nicht verwerflich, unsere Verantwortung unseren Mitgeschöpfen gegenüber so zu verwerfen, sie auf diese Art und Weise auszubeuten und zu töten? Gott sagte „macht euch die Tiere zu nutzen“. Zu nutzen, das heißt nicht, beutet sie aus, quält und fresst sie. Wir wissen heutzutage alle wie das auf Schlachthöfen abläuft, dennoch haben wir keinen Bezug dazu, denn es ist alles so weit weg und wenn wir vor der Fleischtheke stehen und ein „Stück“ Fleisch kaufen stellen wir keine Verbindung zu dem Tier her, das für unsere Fleischeslust sein Leben lassen musste, denn dafür war es da? Wirklich? Eigentlich eine kranke Denke. Tagelange Tiertransporte, muss das sein?

 

Es geht hier nur um Geld, eine florierende Wirtschaft und um mehr nicht. Warum die Tiere nicht wenigstens als „Dankbarkeit“ ohne Stress vor Ort auf ihrer Weide schlachten? Ungenießbar die antibiotikaverseuchten mit Stresshormonen beladenen Tiere nach einer tagelangen Todesfahrt durch die Hölle voller Angst und oft ohne Wasser, halb tot kommen sie am Schlachthof an und müssen dann mit ansehen, wie einer nach dem anderen von ihnen  zerstückelt wird und wenn der Bolzenschuss nicht richtig sitzt, wird eben bei noch lebendigem Leibe drauf losgeschnitten, sterben muss das „Viech“ ja sowieso, und die Zeit rennt. Etwa eine Stunde hat der Schlachter um ein komplettes Tier zu zerlegen. Wir müssen endlich erwachen. Wenn hier nicht bald ein globales Umdenken stattfindet, dann ist unser “reiches“ Deutschland, auch bald nicht mehr so „reich“ und sicher.

Rumänien nutzt den Skandal eines toten Kindes, an dessen Leiche Straßenhunde zu Gange waren, als Möglichkeit und Erklärung endlich um alle Straßenhunde zu töten.., als ob Rumänien das Geld für die Todes-Spritze in die Hand nehmen würde.., das geht billiger mit niedermetzeln und macht den Hundefängern doch auch noch Spaß. So schlimm der Tod des Kindes ist. Anstatt den wirklichen Mörder zu suchen und endlich großflächige Kastrationsprogramme zum Einsatz zu bringen, massakriert Rumänien seine Straßenhunde. Wo ist das Bewusstsein, die Sensibilität der Menschen für ihre Mitgeschöpfe und wer gibt ihnen das Recht sich an die erste Stelle der Evolutions-“Theorie“ zustellen. Daunenjacken und Betten von bei lebendigen gerupften Gänsen, Stopfkleber zu Weinachten und Angora von maschinell gerupften Kaninchen. Wir glauben, diese hätten einen großen Stall, etwas Auslauf und frisches Grünfutter bekämen und würden gelegentlich geschoren. Aber das ist leider keine Realität, sondern nur unsere Wunschvorstellung.

Mit Zirkus brauchen wir erst gar nicht beginnen. Nicht mal ein allgemeines Wildtierverbot hat die Politik bisher durchgesetzt. Erbärmlich. Und dann muss man sich wieder anhören, „Du kümmerst Dich um die ganzen räudigen Viecher und die armen Kinder auf der ganzen Welt??? Daraufhin frage ich nur zurück, “Und was tust Du für die ganzen armen Kinder auf der ganzen Welt??!“ ..da kommt dann nichts mehr.., weil die meisten nämlich gar nichts tun, das ist unser Problem. „Man kann nicht allen helfen, sagt der Engherzige und hilft keinem!“

Man kann vielleicht nicht jeden Hund auf der Welt retten, aber für den einen die ganze Welt und dass ist kein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn jeder mal über seinen begrenzten Horizont schauen würde, wäre die Lebensqualität hier in Deutschland und auf der ganzen Welt um einiges erträglicher. Aber wir können natürlich auch weiterhin aus Selbstschutz die Augen  verschließen, das ist natürlich der einfachste Weg. Man hat nicht ein Herz für Menschen und eines für Tiere! Entweder man hat eines oder nicht!“

Fragt sich nur wo das der Politiker sich gerade versteckt?


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