Schüler besuchen Tötungsanstalt in Hadamar

Die dreistündige Führung durch die Ausstellung, das Haus, den Keller mit den ehemaligen Vergasungsräumen und den Friedhof war sehr eindrucksvoll. Die Beispiele verschiedener Opfer der damaligen Zeit machten die Erzählungen erschreckend lebensnah und erzeugten viel Betroffenheit unter den rund 40 Schülern. Es war bedrückend, denselben Weg zu gehen, den die Menschen damals durchschreiten mussten - meist ohne jegliche Vorahnung, was sie nach ihrer Ankunft erwarten würde.

Solch brutale und würdelose Verachtung des menschlichen Lebens nur aufgrund von Andersartigkeit, bzw. aus Kostengründen, hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, jeder Person, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Gesundheit, mit Würdigung und Respekt entgegen zu treten.

Einen Besuch an diesem Ort und die Beschäftigung mit diesem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte betrachten wir nicht nur als wichtig, sondern auch als notwendig, um einerseits den Opfern den angemessenen Respekt zu zollen, aber auch, damit sich eine schreckliche Tragödie wie diese nie wiederholen kann.


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