Schüler erkunden Bergwerk

In beeindruckender Größe präsentierte sich die Zeche Zollverein den Besuchern von der Wilhelm-von-Oranien-Schule. (Foto: privat)

Um 11:00 Uhr startete die zweistündige Führung „Kumpel und Kohle“ in der ehemaligen Kohlewäsche des UNESCO Weltkulturerbes. Es ging insbesondere um die geschichtliche Entstehung der Zeche, die damaligen Arbeitsbedingungen und die Lebensumstände der Bergleute. Zur Blütezeit des Kohlebergbaus arbeiteten hier 9.000 Kumpel und es wurden bis zu 12.000 Tonnen Steinkohle am Tag gefördert.

Im 2. Weltkrieg wurde die Zeche Zollverein nicht zerstört. Die Amerikaner investierten in das Bergwerk, da sie wussten, dass im Falle des Sieges die Reparationszahlungen gesichert sein würden.

Am 23. Dezember 1986 musste die Zeche aufgrund der sinkenden Rentabilität schließlich doch geschlossen werden. Da die Gefahr bestand, dass die gesamte Anlage abgebaut und nach China verkauft würde, ließ die Stadt Essen sie mittels eines Eilantrags unter Denkmalschutz stellen. Die heutige Nutzung des stillgelegten Bergwerks konzentriert sich auf das Ruhr-Museum, verschiedene Kunstläden und -werkstätten, sowie große Veranstaltungen und Hochzeiten, die regelmäßig auf dem Gelände der Zeche stattfinden.

Die Exkursion war eine erfolgreiche und gewinnbringende Unternehmung für alle Schülerinnen und Schüler. Die Aspekte des Strukturwandels von der Industrie- zu einer Dienstleistungskultur waren bereits im Erdkundeunterricht der Q1-Kurse im Vorfeld in der Theorie behandelt worden. Die Führung durch das UNESCO Weltkulturerbe zeigte den Pennälern die Vergangenheit des Ruhrgebiets und verdeutlichte die Bedeutung, welche die Region vom 19. Jahrhundert an hatte und wie diese in Zukunft aussehen könnte.


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