Vorlesetag wird in Herborner Rehbergschule zu einem Event

Personen auf dem Bild von links nach rechts: Prof. Dr. Wildermuth, Angelika Ruprich, Sascha Kirchoff, Mia Peter, Angelina Seel

Herborn. Bundesweit gibt es einmal jährlich den Vorlesetag, um Kinder und Jugendliche zum Lesen zu animieren. In der Herborner Rehbergschule hat sich dieser Anlass mittlerweile zu einem Schulfest gemausert. Natürlich steht dabei zentral das Thema „Vorlesen“ im Fokus des Unterrichtstages. Zusätzlich gibt es aber auch Musik, Theater und auch das leibliche Wohl der Schülerinnen und Schüler kommt nicht zu kurz.

Rehbergschullehrerin Angelika Ruprich hatte wieder ein hochkarätiges Programm zusammengestellt, das allen Altersstufen gerecht wurde. Zum Auftakt gab es ein kleines Theaterstück der Grundstufe, des weiteren einen von Schülern der Stufe 4 bis 7 szenisch dargestellten Textauszug aus Alice im Wunderland, gefolgt von einem selbst getexteten Rap der Klasse 8/9.

Dann übernahmen die Vorleser an dazu besonders schön und dem Anlass entsprechend gestalteten Schulorten. „Der Löwe, der nicht schreiben konnte“ von Martin Baltscheit wurde den Erst-, Zweit- und Drittklässlern von Lehrerin Manuela Vaupel präsentiert, für die Klassen 4 und 5 gab es „Gestatten, Mr. Stink“ von David Walliams und den Sechstklässlern wurde „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ von Rick Riordan von Finja und Leonie, beide Schülerinnen der Oberstufe, vorgelesen.

Absoluten literarischen Hochgenuss bekamen die Schüler ab Klasse 7 geboten. Professor Dr. Wildermuth, der ärztliche Direktor der Vitos-Klinik Rehberg, ließ es sich trotz eng getaktetem Zeitplan nicht nehmen, den Rehbergschülern ein „Kopf-Kino“ zu ermöglichen, indem er die herrliche Sage „Die stolze Frau von Stavoren“ von Marijke Reesink darbot.

Ihm folgten im Anschluss die Crème de la crème der Herborner Poetry-Szene mit ihren wunderbaren selbst geschriebenen Texten. Sascha Kirchhoff ergriff mit seinen Texten „Kumpel“, „Superhelden“ und „Durchgefallen“ Partei für Menschen mit Down-Syndrom, Mia Peter und Angelina Seel, beide Schülerinnen des Johanneum Gymnasiums Herborn, begeisterten mit ihren gefühlvollen und zum Nachdenken anregenden Texten „Lasst uns Helden sein“, „Regime“ und „Heroes“.

Für Mitsing-Atmosphäre sorgte dann die Gitarren-AG der Rehbergschule durch die Darbietung des Liedes von Literatur-Nobelpreis-Träger Bob Dylan „ Knocking on heavens door“, dem Fugees-Titel „Killing me softly und dem Shanty „What shall we do with a drunken sailor?“. Leckere Waffeln und Popcorn taten ihr Übriges, um die Stimmung zu steigern. Krönender Abschluss des „Vorlese-Events“ bildete das mittlerweile traditionelle Theaterstück der Lehrer, welches eindeutig untermauerte, dass Vorlesen selbst bei unterschiedlicher Textgrundlage, genüsslichen Spaß bereiten kann. Und natürlich bekam der schöne Prinz trotz textlicher Widrigkeiten am Ende doch sein Aschenputtel, selbst wenn dieses durch die Schulleiterin Kerstin Ferst höchst selbst dargestellt wurde...


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