Xenophon Kaminabend und Klassische Reitkunst in Haiger

Organisiert von Michael Rohrmann trafen sich von Montag bis Mittwoch aus ganz Deutschland einige Bewegungstrainer EM, wobei EM für Eckart Meyners () steht, zu einer eigenen reiterlichen Fortbildung und Erfahrungsaustausch.

Bewegungstrainer EM ist eine Zusatzqualifikation für Pferdewirtschaftsmeister, also der höchsten Ausbildungsstufe von ausgebildeten Reitausbildern in der Klassischen Reiterei für die Sparten Dressur, Springen und Vielseitigkeit egal ob für den nicht turnierorientierten ambitionierten Pferdefreund oder sogenannten Sportreiter.

Nur wenige Ausbilder in Deutschland haben diese, seit 2008 erhältliche, Qualifikation. Um die Ausbildungsqualität der Bewegungstrainer auf dem hohen Standard zu sichern, findet im Moment keine weitere Ausbildung mit Prüfung statt.

Idee von Michael Rohrmann, selbst Pferdewirtschaftsmeister, Bewegungstrainer, Richter und Parcourschef () war es neben den 2 mal jährlich statt findenden Pflichtfortbildung noch die Einzelqualifikationen und Erfahrungen der Bewegungstrainer für die anderen mit auszunutzen.

So kamen am Montag Ausbilder bis von Dresden, Leipzig, Neuss und natürlich Hessen und Umland angereist um sich zwanglos und motiviert auszutauschen.

Für die Reiterliche Fortbildung konnte Friedhelm Petry, ein Schüler von Otto Pläge, Werner Schönwald und Willi Schultheis und selbst durch seine Ehefrau Regina Seidler mit der Bewegungslehre (oder laut HDV 12 – den Gewandheitsübungen mit und ohne Pferd) vertraut, gewonnen werden.

Friedhelm Petry ist international als Ausbilder bekannt und hat bis zur höchsten Klasse Pferde und Reiter ausgebildet, sowie selbst auf Turnieren geritten.

Neben den Pferdewirtschaftsmeistern lies Michael Rohrmann auch interessierte Reiterschüler und Berufs- und Amateurtrainer an dem Kurs teilnehmen, um weitere Ideen in die täglich Arbeit einbringen zu können. Auch konnten diese Teilnehmer nochmals von der vorhandenen geballten Erfahrung und den Übungen der anwesenden Bewegungstrainer profitieren.

Zwischenfazit der Teilnehmer: Alle sind sowohl als Reiter als auch als Ausbilder auf dem richtigen Klassischen Weg und dies dankten die Pferde auch umgehend. Insbesondere das Einbringen der Bewegungslehre für die Körperlichen und Mentalen Unebenheiten zeigte immer wieder positive Rückmeldung beim Pferd und entspricht schon der Ausbildung früherer Meister, zurückgehend bis Pluvinel und anderen.

Ergänzt wurde diese intensive Schulung durch Fachvorträge und Einzelbeurteilung bzw. Behandlung durch Kerstin Schmidt, welche Ihre Schwerpunkte „Tierheilpraktikerin ATM“ und „Sattelbeurteilerin FN“ einbrachte und viele Sättel und Pferde auf ihr zusammenpassen beurteilte. Zufriedenere Pferde und Reiter waren das Resultat dieser Tätigkeit in Zusammenarbeit mit Ihrem Mann Erwin Barth.

Abgerundet wurde dies durch einen so genannten „Xenophon Kaminabend“. Michael Rohrmann, als Xenophon Regionalbeauftragter für Bayern und Baden Württemberg sowie die Hessische Beauftrage Marianne Kähler führten diese Veranstaltung durch.

Als Grundlage für den Reiterlichen Austausch wurde das Kapitel zwei „Der denkende Reiter“ aus „Dogmen der Reitkunst“ von Kurt Albrecht (ehem. Leiter der Spanischen Hofreitschule zu Wien) genommen, über welchen der gerade jetzt 99 Jahre jung gewordene Paul Stecken sagte: „Dies ist einer von den ganz Guten gewesen“.

Über 30 Interessierte waren zu dem gemütlichen Abend in das Restaurant Windeck nach Burbach gekommen.

Friedhelm Petry, selbst Xenophon-Trainer und ehemaliges Vorstandmitglied () veranschaulichte die Idee von Xenophon die Klassische Ausbildung im Sinne der Partnerschaft und Harmonie mit dem Pferd zu erhalten und in der tägliche Schulung mit dem Pferd als Dogma zu erhalten.

Fazit nach zweieinhalb Tagen Austausch:

Der Lehrgang in dieser Form für die Bewegungstrainer sollte so erhalten werden, wobei Friedhelm Petry seine Zusage gab, wieder als Ausbilder zur Verfügung zu stehen.

Dadurch soll die Klassische Ausbildung mit dem normalen Inhalte der Bewegungslehre (siehe HDV12 und anderes) mehr Allgemeingut im Sinne von Horsemanship* als Einstellung werden. * Dies ist im Sinne der klassischen Ausbildung eine Einstellung und keine Reitweise

Die Kaminabende sollen den Erfahrungsaustausch Interessierter und damit ebenso die Verständigung mit dem Pferd fördern und den Kreis derer die wirkliches Horsemanship und damit die Verständigung mit dem Pferd erreichen, vergrößern.

Weitere Kurse mit diesen Inhalten sowie der Verknüpfung mit dem „Handlungsorientierten / Begleitenden Unterricht“ bzw. „Innen- und Außensicht des Reitschülers“ sollten folgen.

Blieb zum Schluss nur noch der Hinweis der Teilnehmer an den Organisator Michael Rohrmann: „Bitte nicht zu lange mit der Fortsetzung warten.“


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