„Keltenkind“ ist nun auf der Welt

Kultur  Herborner Steffen Ziegler stellt die ersten beide Teile seines vierbändigen Werks vor

Sein zweites Werk: Der Herborner Steffen Ziegler stellt in diesen Tagen Teil 1 und 2 seines vierbändigen Romans „Keltenkind“ vor. Er ist auch als Hörspiel auf verschiedenen Medien erhältlich. (Foto: Weirich)

Die Idee dazu, sagt der 50-Jährige Redakteur und Moderator bei Radio Siegen, habe er gehabt, als er aus unserer Zeitung von der römischen Siedlung in Waldgirmes bei Wetzlar erfuhr: Forscher hatten dort 2009 bei Ausgrabungen den bronzenen Pferdekopf eines Reiterstandbilds gefunden.

In dieser römischen Siedlung lebt eine der beiden Hauptfiguren aus Zieglers Roman: das römische Mädchen Luna. In dieses verliebt sich Velent, der Sohn einer keltischen Druidin, und eine dramatische Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

Die „Freizeitrömer“ der „Legio 1 Germanica Augusta“ exerzierten eigens für sein Hörspiel

Warum es annähernd acht Jahre gedauert hat, bis „Keltenkind“ fertig war? Das hat mehrere Gründe: Zum einen arbeitet Ziegler darin mit drei Erzählebenen: einem römischen Geschichtsschreiber, einem Brief einer jungen Römerin, die ihm als Grundlage für ein Buch über die Liebe dient, und Dialogszenen aus dem Leben der Hauptpersonen Luna und Velent. Den kompletten Text des Geschichtsschreibers hat der Herborner in der Versform des Hexameters verfasst. Im Endeffekt hat allein dieser Teil gut drei Jahre in Anspruch genommen.

Ein weiteres ehrgeiziges Ziel: Ziegler wollte den vierbändigen Roman nicht nur als Buch, sondern parallel dazu auch als Hörspiel auf den Markt bringen. Das heißt, dass nicht nur ein Sprecher das Buch vorliest, sondern das tatsächlich alle Rollen im Buch von unterschiedlichen Personen gesprochen und auch alle Hintergrundgeräusche, die zur Handlung gehören, produziert werden mussten.

Der Autor konnte dabei auf professionelle und halbprofessionelle Hilfe zählen: Nahezu alle seine Kollegen von Radio Siegen haben sich beziehungsweise ihre Stimmen zur Verfügung gestellt. Außerdem exerzierten die „Freizeitrömer“ der „Legio 1 Germanica Augusta“ des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes voll aufgerüstet für ihn, damit die Geräuschkulisse möglichst authentisch klingt.

Für die Hauptrollen hatte er bekannte „Darsteller“ gewinnen können: Die Sinner Sängerin Jördis Tielsch spricht Luna, der Siegener Schauspieler Torben Föllmer ist Velent, und Jan Vering, früher Sänger und Dramaturg am Siegener Apollo-Theater, spricht den Geschichtsschreiber.

Zum Auftakt von „Keltenkind“ sind nun Teil 1 und 2 als Buch in einem 420-seitigen Doppelband (ISBN-Nr. 978-3-9820228-1-9) zum Preis von 22 Euro erschienen. In Herborn ist es in der Buchhandlung Baumann und in der Schloss-Buchhandlung zu bekommen, in Wetzlar in der Buchhandlung Alte Lahnbrücke.

Gleichzeitig ist das Werk als Hörspiel auf CD, als Datei zum Herunterladen und als E-Book zu haben sowie ab November auch auf einem USB-Stick. Bestellungen sind per E-Mail an die Adresse info(at)keltenkind.de möglich.

Für weitere Informationen: www.keltenkind.de.

 

TERMINE

Anlässlich des Erscheinens seines zweiten Romans „Keltenkind“ bietet der Herborner Auto Steffen Ziegler besondere Aktionen an:

Für Sonntag, 14. Oktober, lädt er zu einer literarischen Wanderung (ca. drei Stunden) nach Hörbach ein. Die Tour führt zu mehreren Schauplätzen der Handlung, etwa zum Steinringsberg und zu Hörbacher Klippen. Unterwegs liest Ziegler Passagen aus seinem Werk oder spielt Szenen aus dem Hörspiel vor. Treffpunkt ist um 15 Uhr die Zufahrt zum Hörbacher Sportplatz.

Tags darauf gibt er ab 19 Uhr eine Lesung im Bistro des „Apollo-Theaters“ in Siegen (Eintritt: 8 Euro inkl. Begrüßungsgetränk). Und am 28. Oktober (Sonntag) gastiert Ziegler mit einer weiteren Lesung ab 18 Uhr im Heimhoftheater in Würgendorf (Eintritt: 10 Euro). (jöw)


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