Bundespolizei macht der Deutschen Bahn Beine

VERKEHR Vier von sechs Fluchttüren am Dillenburger Bahnhof verriegelt
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Eine Anfrage bei der Deutschen Bahn, die für die Gebäude zuständig sind, ergab in deren Servicestelle „3S“ in Kassel die Information, dass die Störung zweier Eingangtüren gemeldet worden sei. Diese seien „dauerhaft verschlossen“ mit dem Vermerk, am 28. Februar würden die alten Türen durch neue ersetzt. Inzwischen war es aber schon der 2. März.

„3S“ verwies auf das für diese Arbeiten in Dillenburg zuständige Gebäudemanagement Gießen. Der Sachbearbeiter war mit dem Problem vertraut, das sein Kollege auf dem Tisch hatte. „Die Firma hat sich nicht gemeldet“, begründet er den noch nicht vollzogenen Austausch. „Das muss jetzt noch einmal neu ausgeschrieben werden“, stellt er fest.

Einen Zeitpunkt konnte er vor genau fünf Monaten nicht nennen. Eine kürzliche Anfrage bei der Direktion der Bundesbereitschaftspolizei in Fuldatal brachte Bewegung in die sicherheitsrelevante Angelegenheit. Zwar landete dieses „Nachbohren“ zunächst bei der Bundespolizeidirektion Koblenz, die eine Streife nach Dillenburg schicken wollte und mit Blick auf die Fluchttüren telefonisch auch die Sperrung des Gebäudes in den Raum stellte, doch letztendlich erreichte am Dienstag per E-Mail eine Antwort aus Nordhessen die Redaktion.

„Wir haben auf Grund Ihrer Informationen mit dem zuständigen Bahnhofsmanagement gesprochen. Von dort wurde uns versichert, dass noch in dieser Woche die defekten Türen ausgetauscht werden“, antwortete Klaus Arend, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel, auf unsere Anfrage von Freitagmittag. (cw/Fotos: C. Weber


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