Die Hohlbrücke bleibt länger gesperrt

Verkehr  Sanierungsarbeiten aufwendiger als erwartet / Noch kein neuer Termin für Freigabe in Sicht

Blick auf die Baustelle: Um wie viele Wochen sich die Fertigstellung der Hohlbrücke in Dillenburg verzögert, ist noch nicht klar. Die Straßenbaubehörde „Hessen-Mobil“ rechnet damit, dass sie erst im Frühjahr genauere Angaben dazu machen kann. Ursprünglich sollte die Sanierung Ende März/Anfang April abgeschlossen sein. (Foto: K. Weber)

Eigentlich sollte das Bauwerk Ende März/Anfang April wieder für den Verkehr geöffnet werden. Dieser Zeitplan muss wahrscheinlich nun zu den Akten. Der Grund: Die Sanierungsarbeiten gestalteten sich aufwendiger als erwartet, sagt Bettina Amedick vom Büro des Westhessen-Bevollmächtigten bei der Straßenbaubehörde, Eugen Reichwein. Unter anderem erfordere das Grundieren und Abstrahlen des Brückenüberbaus mehr Zeit, als geplant gewesen sei. „Wie viele Wochen mehr Zeit benötigt werden, wird sich im Laufe dieses Frühjahrs zeigen“, so Amedick.

Mitte/Ende des kommenden Monats wandert die Einhausung auf die Innenstadtseite

Derzeit werde weiter an der neuen Rampe gearbeitet. Der sogenannte Verbau, der Bodenaustausch und die Sauberkeitsschicht für das fehlende Stück der Rampe zur Brücke hin seien eingebaut. Nun wurde für die weiteren Arbeiten der Kran an einem anderen Standort platziert. Weiter gehe es mit den Fundamenten und Wänden für die Rampe.

In dem zeltähnlichen „Tunnel“, der die Konstruktion über die Bahn derzeit zum Teil umhüllt, werde ebenfalls weitergearbeitet. Für den Korrosionsschutz würden die Grundbeschichtung, anschließend die Zwischen- und Deckenbeschichtung aufgebracht. Darüber hinaus müssten rund 150 Schrauben ausgetauscht werden.

Danach „wandert“ die Einhausung auf die Innenstadtseite, damit auch der zweite Teil der Brücke einen neuen Schutz gegen Rost bekommen kann. Der Vorschub ist für Mitte/Ende Februar vorgesehen.

Die Brückenkonstruktion ist insgesamt 45,90 Meter lang, 14,80 Meter breit und 5,50 Meter hoch. Ihre Sanierung hatte in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben werden müssen.

Erst im September 2016 konnten die Arbeiten dann beginnen. Seitdem ist der sogenannte „Ho-Chi-Minh-Pfad“ im Weinberg nur als Einbahnstraße vom Bismarck-Denkmal an der Stadthalle in Richtung Hohl zu benutzen. Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Nanzenbach wollen, müssen wegen der Arbeiten für die „neue“ L 3362 jedoch einen größeren Bogen entweder durch das Dietzhölz- oder das Scheldetal fahren. Fußgänger können aber nach wie vor über die Hohlbrücke.


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Kommentare (1)
Aber es gibt auch Gute Nachrichten von Hessen Mobil. Zum Glück für alle Autofahrer kann es bei der Sanierung der A45 niemals zu einer solchen Verzögerung kommen. Lt. Planungspapier von Hessen Mobil wird die Sanierung mehr
der A45 niemals fertig werden. Also gibt's da auch keine Verzögerungen.
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