Früheres Rewe-Gelände verkauft

Stadtentwicklung  Mannheimer Unternehmen möchte im Hinterthal Wohnhäuser bauen

Hat einen neuen Eigentümer: Der Rewe-Konzern hat sein früheres Marktgelände im Herborner Hinterthal an eine Mannheimer Firma verkauft. Deren Geschäftsführer strebt eine Wohnnutzung der Flächen durch Ein- und Mehrfamilienhäuser an. (Foto: Weirich)
Zufahrt: Der Herborner Haupt- und Finanzausschuss hat sich dafür ausgesprochen, dass die Stadt die Verbindungsstraße zwischen der Straße Hinterthal (hinten) und dem ehemaligen Rewe-Gelände kauft. (Foto: Weirich)
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Im Haupt- und Finanzausschuss des Herborner Stadtparlaments war am Mittwochabend zu erfahren, dass die Mannheimer Firma Yaman real estate GmbH das Gelände erworben hat, auf dem der Rewe-Konzern früher zunächst Toom-, später Rewe-Einkauf- und -Getränkemärkte betrieben hat. In der Spitze der Flüchtlingswelle hatte der Lahn-Dill-Kreis die beiden Gewerbehallen von November 2015 bis Juni 2016 für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Seitdem liegt das Gelände brach.

Der Haupt- und Finanzausschuss sollte nun darüber beraten, ob die Stadt den Teil der Fläche kauft, auf dem zwischen der Straße Hinterthal und dem Parkplatz die Zufahrt zu dem Gelände verläuft. Inklusive Nebenkosten müsste sie dafür rund 50 600 Euro ausgeben, hieß es in der Beratungsvorlage. Nach kurzer Diskussion stimmte der Ausschuss für den Kauf.

Herborner Gelände gehört zu „größerem Paket von 18 früheren Rewe-Standorten“, das die Firma gekauft hat

Was hat die Mannheimer Firma mit dem Gelände vor? Größtenteils sollen dort Ein- und Mehrfamilienhäuser, entstehen, sagte Alexander Dold, der Geschäftsführer von Yaman real estate, auf Nachfrage aus unserer Redaktion. Dazu könne auch noch ein bisschen Einzelhandel kommen. So genau wisse er das aber noch nicht.

Der Grund dafür: Seine Firma habe vom Rewe-Konzern nicht nur das Gelände im Hinterthal, sondern vielmehr „ein größeres Paket von 18 früheren Rewe-Standorten“ gekauft. Und von der Entwicklungspriorität für die Grundstücke her sehe er das Herborner Gelände erst „in zweiter Stufe“ beziehungsweise an „sechster, siebter Stelle“. Andere Flächen aus dem Paket seien aus seiner Sicht schneller und leichter zu vermarkten.

„Wir verdienen freilich nur Geld, wenn wir etwas daraus machen können“, sagte Dold. Deshalb habe das Unternehmen einen Architekten „darauf angesetzt“, so der Geschäftsführer, „der entwickelt jetzt etwas, und dann gehen wir damit zur Stadt.“ Bis es soweit ist, werde es wahrscheinlich November.


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