Häuser brennen nach Blitzeinschlägen

Unwetter  Dächer im Lahn-Dill-Kreis abgedeckt, Bäume umgestürzt

Einsatz in Niederscheld: Wegen eines Dachstuhlbrandes waren die Dillenburger Feuerwehren mit sieben Fahrzeugen vor Ort. (J. Fritsch)

In Niederscheld brannte der Dachstuhl eines Hauses. Drei Feuerwehrleute zogen sich bei dem Einsatz Verletzungen zu. (Foto: J. Fritsch)

Ein Blitz hat auch ein Ferienhaus in Greifenthal getroffen. Die Feuerwehren aus Ehringshausen und das THW waren im Einsatz. (Foto: K.-P. Bender)

Nicht nur über Niederscheld waren am Donnerstag Blitze zu sehen. (Foto: J. Fritsch)

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Die Dachstühle von Häusern in der Greifenthaler Forsthausstraße und in der Niederschelder Wäldchesstraße standen nach Blitzeinschlägen in Flammen.

In Greifenthal erwischte es ein Ferienhaus. Die Feuerwehren aus Ehringshausen waren vor Ort und löschten den Brand, sie deckten aber auch das Dach ab, um an Glutnester zu kommen. Außerdem war das THW im Einsatz, um die Standsicherheit der Gebäudes zu überprüfen.

Die beiden Hausbewohner, die sich zum Zeitpunkt des Blitzeinschlages im Erdgeschoss aufhielten, konnten sich unverletzt aus dem Haus retten. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 130 000 Euro. Die Überreste des Hauses sind vermutlich Einsturz gefährdet und damit unbewohnbar. 

Drei Feuerwehrleute bei Einsatz in Niederscheld leicht verletzt

Ein Wohnhaus brannte in Niederscheld. In die Satelitten-Anlage des Gebäudes schlug ein Blitz ein. Dadurch geriet auch der Dachstuhl des Hauses in Brand. Als die Einsatzkräfte in der Wäldchesstraße eintrafen, schlugen offene Flammen aus dem Dachstuhl, berichtete Florian Brandenburger von der Dillenburger Feuerwehr. 

Im Gebäude befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen. Bei dem Einsatz zogen sich drei Feuerwehrleute leichte Verletzungen zu. Eine Person stürzte, eine zweite knickte um und eine dritte hatte Kreislaufbeschwerden. Vor Ort waren 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren Kernstadt, Oberscheld und Niederscheld sowie sieben Fahrzeuge.

In Herborn rückten die Feuerwehren zu einem Blitzeinschlag aus, bei dem es zwar nicht brannte, die komplette Hauselektrik aber zerstört wurde. Wie Kreisbrandinspektor Rupert Heege mitteilte, waren die Feuerwehren auch in zahlreichen anderen Orten im Einsatz.

50 Einsätze im gesamten Lahn-Dill-Kreis

Viele Einsätze gab es unter anderem in Braunfels, Philippstein, Leun und Greifenstein-Allendorf. Während in Allendorf und Leun vor allem Keller unter Wasser standen, teilweise auch Straßen überschwemmt waren, mussten die Feuerwehren in Braunfels hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume, die Straßen blockierten, ausrücken.

Schwer getroffen hat es auch die Schule im Braunfelser Ortsteil Philippstein. Hier wurden bei dem Unwetter Teile des Dachs abgedeckt.

Die Feuerwehr musste im Kreisgebiet am Nachmittag insgesamt 50 Mal ausrücken, teilte Kreisbrandinspektor Rupert Heege am Abend mit. Dabei waren 220 Feuerwehrleute im Einsatz. Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht noch nicht fest. (he/hog/gh/jeb)


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