Kita-Sanierung verzögert sich

POLITIK  Arbeiten in Herborner Mozartstraße sollen im Februar enden / Container zieht um

Im Februar haben Ratten das Untergeschoss der evangelischen Kita in der Herborner Mozartstraße befallen. (Archivfoto: Weirich)

„Entgegen all dem Druck, den wir ausgeübt haben, werden wir es nicht schaffen, zum Jahresende fertig zu sein“, sagte der Rathauschef am Montagabend. Nach den Plänen des Architektenbüros sollen die Arbeiten in der evangelischen Kindertagesstätte bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Erschwerend, so Benner komme hinzu, dass der Magistrat am gleichen Tag eine Haushaltssperre beschlossen habe - und sämtliche Ausgaben auf den Prüfstand kämen. Somit seien auch Vorlagen in dem Gremium zu beraten, „die mit dem Ablauf des Bauwerks zusammenhängen.“

Der Sozialdemokrat schob aber hinterher: „Man muss dann abwägen, was wichtig ist, was nicht so wichtig ist und was ganz wichtig ist. Und ich gehe mal davon aus, dass diese Problematik ganz wichtig ist.“

Benner berichtete dem Ausschuss auch von der Umsiedlung der Waldgruppe, die derzeit in einem Container untergebracht ist. Hierfür werde der Schotterparkplatz am Schwimmbad hergerichtet.

Förderantrag für möglichen Anbau, Renovierung der Küche und Untergeschoss wird geprüft

Sozialausschuss-Mitglied Kerstin Ziegler (FWG) warf ein, „dass die Einrichtung und der Zustand des Bauwagens bisher sehr mangelhaft waren“ und erkundigte sich nach der aktuellen Situation. „Das ist alles behoben“, entgegnete Benner. In den Container sei zuvor Wasser eingedrungen.

Im Juni hatte das Parlament zugestimmt, die Schäden in Untergeschoss der Kita in der Mozartstraße für bis zu 369 000 Euro beseitigen zu lassen. Davon könne möglicherweise eine Förderung von 100 000 Euro abgezogen werden, sagte der Bürgermeister.

Die Stadt prüfe auch weiterhin einen eventuellen Anbau der Kita. „Der führt nicht dazu, mehr Kinder zu betreuen, sondern den aktuellen Standards zu genügen“, sagte Fachdienstleiterin Cornelia Glade-Wolter. Man prüfe derzeit auch, ob die Sanierung des Untergeschosses, die Renovierung der Küche und eben jener Anbau, in einen Förderantrag gepackt werden könnten. „Da sind wir ganz guter Dinge, aber das ist noch im Klärungsprozess mit dem Lahn-Dill-Kreis und den Förderstellen.“

Die Gesamtkosten für den Umbau könnten sich, so Benner, auf 940 000 Euro belaufen. Er gehe davon aus, dass es für die Gremien noch in diesem Jahr eine Vorlage für eine weitere Abstimmung gebe.


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