Landgestüt: Al-Wazir will Stadt in die Pflicht nehmen

POLITIK Dillenburg habe es abgelehnt, genügend Weideflächen zu stellen
Tarek Al-Wazir
Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Foto: Susann Prautsch/Archiv

«Wir müssen die Tierschutzgesetze einhalten. Wenn uns die Stadt erklärt, dass sie bereit dazu ist, dann kann man darüber reden», sagte Al-Wazir. Das erfordere aber auch jährliche Millionen-Subventionen.

Die ebenfalls den Grünen angehörende Umweltministerin Priska Hinz hatte Anfang Juli die Schließung des Gestüts wegen Tierwohl-Bedenken angekündigt. Damit löste sie über Dillenburg hinaus einen Proteststurm aus. Die Stadtverordneten forderten inzwischen einstimmig, den Beschluss rückgängig zu machen. Dillenburg hat angeboten, das Tierwohl etwa durch zusätzliche Weideflächen zu verbessern. Derzeit sind mehrere Gutachten in Arbeit, um zu prüfen, wie es um die Pferdehaltung bestellt ist.

Das Gestüt wurde 1869 als Preußisches Hessen-Nassauisches Landgestüt gegründet. Es ist heute eines von zehn Landgestüten in Deutschland. Derzeit leben dort rund 40 Pferde. Auch Pferdewirte aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden dort ausgebildet. (dpa/lhe)


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Kommentare (2)
Wenn man Leuten vorwirft, wenig Ahnung zu haben, sollte man wenigstens in der Lage sein, deren Namen richtig abzuschreiben.
Herr Al Wasir hat wohl genauso wenig Ahnung wie seine Partei und Regierungskollegin Priska Hinz. Für alle Denkmäler gibt die Regierung Geld aus, und hier schreien sie sofort schließen, obwohl von der Regierung so viele mehr
noch nicht hier waren. Die Grünen schießen sich gerade im LDK selber ab.
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