Markus Schmitt ist der neue Polizeichef

Behörden  Der 51-Jährige setzt auf Präsenz in der Öffentlichkeit / Lars Metzler ist sein „Vize“

Sie sind das neue Führungsduo der Herborner Polizei: Dienststellenleiter Markus Schmitt (l.) und sein Stellvertreter Lars Metzler. (Foto: Weirich)

(v.l.) Polizeipräsident Bernd Paul hat Markus Schmitt in sein Amt als Dienststellenleiter eingeführt. Dazu gratulierten auch Schmitts neuer Stellvertreter Lars Metzler und Siegfried Schulz, der Leiter der Polizeidirektion Lahn-Dill. (Foto: Weirich)

Bild 1 von 2

Paul skizzierte kurz die Laufbahn des Ersten Polizeihauptkommissars: Nach dem Abitur 1986 in Herborn ging Schmitt noch im selben Jahr zur Polizei. 2001 kam er erstmals zur Polizeistation in Herborn, damals noch am Hintersand. Nach vier Jahren bei der Polizeidirektion Lahn-Dill wurde Schmitt 2007 Stellvertreter des damaligen Herborner Polizeichefs Klaus Bastian, nun in der Station neben Freibad und Autobahn. 2015 ging er als Vize zur doppelt so großen Wetzlarer Polizeistation. 2016 arbeitete Schmitt in der Herborner Hessentagswache mit, und nun ist er als Chef der Polizei in die Bärenstadt zurückgekehrt. Die sei in all den Jahren sein Anker gewesen, sagte der 51-Jährige bei seiner Amtseinführung: „Hier habe ich vor ziemlich genau 30 Jahren das polizeiliche Laufen gelernt.“

Der Polizeipräsident lobte Schmitt als einen „Kollegen, der den Beruf von der Pike auf gelernt hat“, der sich stets weitergebildet habe und deswegen „breit aufgestellt“ sei.

„Unser Beruf ist sehr schön, aber er wird auch von Tag zu Tag gefährlicher“

Diese „gediegene Vorqualifikation wird Ihnen Ihre Arbeit hier erleichtern“, sagte Paul. Er wünsche sich mehr solcher vergleichsweise junger Kollegen in verantwortlichen Positionen, die diese auch über einen längeren Zeitraum einnehmen.

Ähnlich formulierten es Siegfried Schulz, Leiter der Polizeidirektion Lahn-Dill, und Holger Schmidt vom Personalrat des Präsidiums.

An seine Kollegen gerichtet, sagte Schmitt, „dass es ein Steckenpferd von mir ist, dass wir gesehen werden“. Weil es das Sicherheitsgefühl der Bürger stärke, sei es sehr wichtig, in der Öffentlichkeit Präsenz zu zeigen.

„Unser Beruf ist sehr schön, aber er wird auch von Tag zu Tag gefährlicher“, sagte er im Gedenken an den Mord am Herborner Polizisten Christoph Rehm an Heiligabend 2015. Und mit Blick auf die gestiegenen Anforderungen und Aufgaben der Polizei fügte er an: „Wir können fast alles. Was geht, machen wir. Was nicht sein darf, das machen wir auch nicht.“

Auch sein Stellvertreter ist noch recht neu auf dem Posten: Polizeihauptkommissar Lars Metzler (49) ist seit dem 1. August Vize-Polizeichef.


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Mehr zum Thema
Kommentare (0)
Mehr aus Region Dillenburg