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Tringensteiner fühlen sich durch taz-Artikel bloßgestellt und "verarscht"

JOURNALISMUS "Erstaunt, entsetzt, erbost"

Siegbach-Tringenstein/Berlin. Tringenstein ist nun bundesweit bekannt. Die Berliner "tageszeitung", kurz "taz", hat dem Dorf drei Seiten gewidmet. Doch etliche der 600 Einwohner würden gerne auf diese Bekanntheit verzichten. Sie fühlen sich "verarscht", seien in dem Artikel "durch den Kakao gezogen" worden.

Link zum Thema
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zur Kritik von Bernd Happel und Jörgen Linker am TAZ-Bericht über Tringenstein



Spiessige Dorf-Chauvinisten verhöhnen TAZ-Journalisten

Die Seele schreibt nicht, und wenn die Verachtung dörflicher Heimat jemals mehr
geschrieben wurde,
dann nur von Menschen die von der "dörflichen Heimat" schon geächtet wurden.
Das wiederum bestätigt das Großstadtjournalisten-Klischee und läßt den Rückschluß zu:
Der Großstadtjournalist weiß nichts, schreibt über alles.
Der Lokaljournalist weiß nur vom Hören und Sagen und schreibt es auch besser nicht!
Es ist nicht war, was Bernd Happel da behauptet:
1. Es ist kein Beweis für eine funktionierende Integration, wenn ein Verein von Essern und Trinkern einen ihrer Gleichgesinnten (egal mit welchem Migrationshintergrund) zum stellvertretenden Wehrführer im Dorf wählt.
2. Intaktes Dorfleben besteht auch nicht nur darin, wenn hilfsbereite Christen ihrer verarmenden Kirche mit Sach- und Arbeitsleistungen unter die Arme greifen.
3. Selbst Argument Nr. 3 zieht nicht mehr. Nur ein kleiner Teil der Dorfbewohner ist aktiv im Sportverein engagiert, und es spricht in keinster Weise für eine "funktionierende Dorfgemeinschaft", wenn Vereine FÜR SICH ihre Spiel- und Feierplätze in Eigenleistung bauen.
Herr Happel übersieht vollkommen einen ganzen Teil der Bevölkerung: Außer Vereinen gibt es auch noch: Alternative, Künstler, Musiker, zugezogene Städter (ohne Anschluß), Linke oder, anders gesagt, Andersdenkende.
Menschen die dem Vereinschauvinismus nicht zugetan sind, werden ausgegrenzt und diskriminiert, vor allem Links-Alternative und Umweltschützer. Die beiden Journalistinnen hatten sich weder das Vertrauen der Bürger erschlichen, noch wurden sie von allen Gemeindemitgliedern herzlich aufgenommen.
Diffamieren und beleidigen tut er damit die beiden TAZ-Reporterinnen, in dem er schreibt sie hätten sich wiederholt zum Essen und Trinken einladen lassen, und hätten nur scheinbares Interesse für das Dorf gezeigt (Erschleichung von Vertrauen).
Dies stimmt so nicht. Die Reporter haben die Leute einfach reden lassen, und dabei wurde halt über Heimatmuseum, Leben in Bergdörfern gestern und heute und Essen und Trinken im Dorf geredet.
Die Ausführungen des Bernd Happel sind nichts anderes als Hetze gegen Linksalternative und Andersdenkende. Gleichzeitig stellt er die komplette Gemeinde Siegbach, alle Vereine und Ehrenamtlichen hinter sich. Kein Narrentheater, sondern eine Happelsche Schmierenkomödie ist seine Interpretation des Artikels der TAZ und das ist Verarschung von allen Menschen, die nicht so sind wie er und seine Vereine.
Warum hat man diese Beispiele genommen?
Antwort: Um aufzuzeigen, daß das Dorf nicht nur "Friede Freude Eierkuchen" heißt, sondern auch Vereinsmeierei mit gleichzeitiger Ausgrenzung, und daß "Ausländerfeinde, Säufer und Freaks genauso Bestandteile des Dorfs sind wie Feuerwehrleute, Fußballspieler und ehrenamtliche Helfer.
Daß Streit genauso im Dorf existiert wie Frieden (meist kalter Krieg).
Damit wäre die Behauptung "funktionierende Dorfgemeinschaft" vom Tisch.
Funktionierende Dorfgemeinschaft, ja, aber nur für die nach bayrischem Vorbild Vereinsklasse.
Über andere Klassen wird nicht gesprochen!
Schönen Gruß eines Mursteiners!
In einem funktionierenden Dorf kommunizieren alle miteinander - Arm mit Reich, Ausländer mit Deutschen, Progressiv mit konservativ, Alt mit Jung.
Seine Kritiken aus der Umgebung sind alle aus seinem kleinen einseitigen Umfeld und stellen nichts anderes dar als eine "ausschließlich selektive Wahrnehmung und Darstellung singulärer Probleme und Phänomene" seines Gesinnungskreises.
Eine Diffamierung des Dorfes ist das nicht, genausowenig wie es ein Werbeartikel für Tringenstein werden sollte. Sozialkritische Betrachtungen sind halt kein Boden für Werbung.
Und als Politiker möchte ich Dennis Fischer den Rat geben, falls die Presse noch mal kommt:
Erst fragen, dann quaken. Warum? Dann weiß man, was die Presse veröffentlicht und was nicht, und muß sich nicht verstellen und verbiegen.
Ich hatte die TAZ bisher eigentlich als eine qualitativ gute Zeitung weitab von Koservativen Ansuchten, wie in anderen Verlagen gesehen.

Dass man sich jetzt darauf herablässt Artikel auf BILD-Niveau zu drucken finde mehr
ich mehr als bedauerlich. Ich kann die Bürger hier verstehen und finde eine Stellungnahme mit Entschuldigung ist unbedingt nötig.
Warum schreibt Frau U. vor allem über soziale Themen, Armut, Obdachlosigkeit und Familien oder über Menschen, die auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität sind. Wer sich mit ihrem Lebenslauf beschäftigt wird einiges mehr
erkennen. Was hat sie in Tringenstein nicht gefunden? Wer zynisch ist, der könnte fragen, wo das Problem liegt. So anstrengend kann es doch nicht sein, zu urlauben ,nicht zu arbeiten sondern Artikel über das Leben zu schreiben.Was einst einmal peinlich war ist heute ein völlig natürlicher, um nicht zu sagen selbstverständlicher Zustand für beinahe jeden Einwohner Deutschlands geworden. Liegt es vielleicht auch an der Qualität eines auf Auflage gierenden Journalismus mit hoch motivierten Redakteuren?
Die Reaktionen zeigen auf jeden Fall, dass man "auf dem Dorf" nicht in der Lage ist, mal mit einem Augenzwinkern über sich selbst zu lachen und dass man keine Satire versteht. Stattdessen sind alle mal wieder arme, arme mehr
Opfer, über die man sich so böse, böse lustig macht. Aber wir sind in Deutschland ja eh arme, arme Opfer und alle Anderen wollen uns nur ganz böse, böse...

Meine Güte, so ganz falsch ist das Leben im Dorf doch nun auch nicht dargestellt worden. Ich lebe auch schon seit 48 Jahren, also mein ganzes Leben, auf'm Kaff und kann daher mitreden... Und ich hätte mitgelacht, wenn sowas über meine Heimatgemeinde geschrieben worden wäre...

Also: abregen und mitlachen! (das gilt auch für Ihren Kommentar, lieber Herr Linker...)
Die Humorlosigkeit, mit der hier reagiert wird, zeugt ja schon von einer gewissen provinzialität. Is doch alles gut - das Mädel hat Euch mit runtergelassener Hose kalt erwischt. Schwamm drüber. Und mal ehrlich, ich mehr
kann mich auf jede Dorfkirmes im Kreis stellen und treffe dort solche Typen.

OK, der Bericht ist schlecher Journalismus, ja sogar arrogant. Aber die Frau ist jung - verzeiht ihr einfach :) So ein aufgeregtes Gegacker ist unwürdig.
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