"Überfall": Verfahren eingestellt

JUSTIZ Keine weiteren Konsequenzen für Jugendliche aus Siegbach

Nach vorgetäuschtem Überfall: Die Staatsanwaltschaft in Limburg hat das Verfahren gegen eine Jugendliche aus der Gemeinde Siegbach eingestellt. (Archivfoto: R. Schwarz)

Das hat eine Nachfrage unserer Redaktion bei Hans-Joachim Herrchen, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft in Limburg, ergeben.

In Widersprüche verwickelt

Der Fall hatte Ende März für Aufsehen gesorgt, weil die Jugendliche ihre Geschichte der Polizei gegenüber sehr detailreich geschildert und noch dazu angegeben hatte, ein unbekannter Mann habe ihr helfen wollen und das „Täter-Duo“ verfolgt – wenn auch vergeblich.

Schon tags darauf gab die Polizei jedoch Entwarnung: Die Schülerin habe sich in Widersprüche verwickelt – die ganze Geschichte sei wohl erfunden gewesen.

„Erzieherische Maßnahme“ erfolgt

Nach Paragraf 45, Absatz 2, des Jugendgerichtsgesetzes sei das Verfahren wegen Geringfügigkeit der Straftat eingestellt worden, sagte Herrchen. Im Wortlaut steht dort: „Der Staatsanwalt sieht von der Verfolgung ab, wenn eine erzieherische Maßnahme bereits durchgeführt oder eingeleitet ist ...“ Als eine solche „erzieherische Maßnahme“ kämen verschiedene Möglichkeiten in Betracht, sagte Herrchen. In aller Regel aber handele es sich dabei um ein sogenanntes „erzieherisches Gespräch beim Jugendamt“. (jöw)


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