Verletzte nach Explosion in Sinn

BRAND  Polizei ermittelt noch die Ursache / Zwei Wohnungen bleiben unbewohnbar

Ein lauter Knall weckte die Anwohner, kurz darauf trafen Rettungskräfte in Sinn ein.  Die Wohnung im Borngrund stand in Flammen. (Foto: Nina Paeschke)

Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus ganz Sinn und Herborn war vor Ort, um den Brand in dem Mehrfamilienhaus im Sinner Borngrund zu löschen. (Foto: Heller) 

Glassplitter, eine abgerissene Markise, ein Wäscheständer und vieles mehr flogen bis zu 30 Meter auf die angrenzende Wiese. (Foto: Heller)

Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus ganz Sinn und Herborn war vor Ort, um den Brand in dem Mehrfamilienhaus im Sinner Borngrund zu löschen. (Foto: Heller) 

Glassplitter, eine abgerissene Markise, ein Wäscheständer und vieles mehr flogen bis zu 30 Meter auf die angrenzende Wiese. (Foto: Heller)

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Wehren löschen Wohnungsbrand in Sinn

Das Video entstand nach der Explosion im Wohnhaus am 8. Februar diesen Jahres.

Die Feuerwehren und Rettungskräfte fanden in der Straße „Im Borngrund“ ein Mehrfamilienhaus vor, in dem es im Hochparterre brannte. Die Feuerwehren der Gemeinde Sinn, unterstützt von Kameraden der Herborner Feuerwehr, löschten den Brand rasch unter Einsatz der Drehleiter aus der Nachbarstadt. Insgesamt waren 75 Brandbekämpfer sowie zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und fünf Rettungswagen im Einsatz. 

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Ob die entdeckte Gasflasche in Zusammenhang mit dem Brand steht, 
wird ermittelt

Die Explosion hatte Fenster und eine Balkontür samt Rahmen aus dem Mauerwerk gedrückt. Die Feuerwehr evakuierte Bewohner aus den insgesamt sechs Wohnungen. Drei Personen erlitten Rauchgasvergiftungen, sie wurden zu weiteren Untersuchungen in Krankenhäuser transportiert. Darunter war auch eine Bewohnerin der betroffenen Wohnung. Drei weitere Betroffene konnten nach Untersuchungen vor Ort entlassen werden.
In einer offiziellen Erklärung gehen Polizei und Gemeinde Sinn auf die Reaktionen in sozialen Netzwerken ein. Sie schreiben: „Entgegen einiger Meldungen in den sozialen Netzwerken sind keine Todesopfer zu beklagen. Ebenso wenig starben Tiere durch den Brand.“

Die Wehren waren Vize-Gemeindebrandinspektor Christian Feith als Einsatzleiter unterstellt. Das Wohnhaus wurde zunächst komplett abgesperrt, die Bewohner ins Feuerwehrgerätehaus gebracht.

Nach einer ersten Begutachtung durch Statiker stand fest: Die ausgebrannte Wohnung sowie die darüber liegende Wohnung sind nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner der anderen vier Wohnungen durften in ihre Heime zurückkehren.

Sinns Bürgermeister Hans-Werner Bender (parteilos) sagte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass die vier Bewohner der Wohnung, in der es gebrannt hat, zunächst bei Familienangehörigen unterkämen. Für den Bewohner der Wohnung über dem Brandherd suchte die Gemeinde noch eine Unterkunft. Bender lobte alle an dem Einsatz Beteiligten. Das Zusammenspiel von Feuerwehr, Rettungskräften, Polizei, Gemeindemitarbeitern und anderen Helfern sei hervorragend gewesen.

Angaben zur Brandursache kann die Polizei noch nicht machen. In der Wohnung entdeckten die Feuerwehrmänner eine Propangasflasche. Ob und wie dieser Fund im Zusammenhang mit der Brandursache steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei. Ein Mitarbeiter des Energieversorgers riegelte die Gaszufuhr ab. Eine Überprüfung der Leitungen erbrachte keine Hinweise auf einen Mangel.

Offenbar sollte eine Wohnung in dem Mehrfamilienhaus am Mittwoch zwangsgeräumt werden. Ob dies in Zusammenhang mit dem Brand steht, muss ebenfalls noch ermittelt werden.

Wird eine Explosion gemeldet, werden automatisch weitere Behörden informiert. Es befanden sich deshalb Mitarbeiter des hessischen Innenministeriums, des Landratsamt und des Regierungspräsidiums vor Ort. Die Bauaufsicht des Lahn-Dill-Kreises war ebenfalls im Einsatz. Augenzeugen berichteten, dass die „obersten Feuerwehrleute“, die gut 100 Kilometer lange Strecke von Wiesbaden nach Sinn unter Einsatz von Blaulicht zurückgelegt hatten – und auch so in Sinn eintrafen.

Einsatzleiter Christian Feith sagte in einem ersten Interview mit uns, dass die Verantwortlichen nicht eingegriffen hätten und mit der Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort zufrieden gewesen seien.


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Kommentare (2)
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