Wer holt die "Schlumpewecks"?

"KULTURSCHEUNE" Kleinkunstpreis wird zum siebten Mal vergeben

Wer holt sich die "Schlumpewecks"? In der kommenden Woche wetteifern Künstler in der Herborner "KulturScheune" um die Auszeichnungen. (Foto: Simmer)

Marius Jung.

Zu Zweit.

Harry & Jakob.

Kai Spitzl.

pro:C-Dur.

Matthias Romir.

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Drei Wettbewerbsabende am Montag, Dienstag und Donnerstag sowie die Preisverleihung am Sonntag (28. September) stehen an.

Den Auftakt bestreiten am Montag Marius Jung und das Duo Harry & Jakob. Der schwarze Kabarettist Marius Jung beleuchtet in seinem neuen Programm "Singen können die alle!" witzig und manchmal bitterböse das Zusammenleben unserer angeblichen Multikultigesellschaft. Er rechnet mit der schlimmsten Erfindung seit der europäischen Gurkenverordnung ab: der politischen Korrektheit und zeichnet dabei seinen eigenen Weg vom Regen in die Traufe, vom Neger zum Maximalpigmentierten.

Ab ca. 21.15 Uhr stehen dann "Harry & Jakob" auf der Bühne. Goethe trifft Schiller. Hirsch trifft Jäger. Comedy trifft Poesie. Improvisation trifft Irritation. Harry Kienzler und Jakob Nacken liefern sich einen verbalen Schlagabtausch ohne Rücksicht auf Verluste. Mal männlich, mal mimosenhaft und manchmal musikalisch. Die beiden Wortvirtuosen wirbeln verbales Wirrwarr auf, verquirlen die Welt mit ihren Vorstellungen und erfüllen spontan Wünsche des Publikums.

Tags darauf, am 23. September, sind mit Kabarettist Kai Spitzl und dem Duo "Zu Zweit" die nächsten beiden Wettbewerber vor Ort. Spitzls Kabarett enthält feinste gesellschaftliche Beobachtungen, Profanes aus dem menschlichen Miteinander, Alltägliches aus der Politik und Dinge, über die gesunder Menschenverstand Irritation empfinden muss. Gelegentlich von ein paar Klängen am Klavier unterstützt, schaut sich Kai Spitzl vom Kleidungskodex des Papstes, über Vergangenheitsbewältigung, bis hin zu Kreuzfahrttourismus und Wiedergeburt alles an und bietet eine tiefe ironische Gelassenheit, die blitzschnell in verbale Attacken und poetische Wendungen übergeht.

Ab ca. 21.15 Uhr sind dann Tina Häußermann und Fabian Schläper, alias "Zu Zweit" an der Reihe. Das Gras im Garten nebenan ist immer viel grüner. Und andere Menschen haben immer mehr Glück, mehr Geld und die lustigeren Apps auf dem iPhone. Komisch, dass auch diese glücklichen Großverdiener finden, andere hätten es viel besser als sie. Wer würde da nicht tauschen wollen? Frei nach dem Motto: Tausche Mann mit leichten Gebrauchsspuren gegen brandneuen Latin Lover. Häußermann und Schläper lassen die Stimmbänder schwingen, machen sich auf alles einen Reim und glauben an Humor oberhalb der Gürtellinie.

Nach einem Tag Pause kämpfen dann am 25. September Matthias Romir und das pro:C-Dur um die Preise. Matthias Romir schafft kurze Stücke im Grenzbereich von Jonglage, Objekttheater und Clownerie. Sein abendfüllendes Soloprogramm "Das Leben ist…" ist eine Sammlung dieser visuell-artistischen Anekdoten. Aus vielen kleinen Episoden entsteht eine große Erzählung über den Sinn und den Wahnsinn des Lebens.

Ab . 21.15 Uhr wird es dann etwas lauter zugehen, wenn sich Timm Beckmann und Tobias Janssen, alias "pro:C-Dur", die Zweitplatzierten der Deutschen Kabarettmeisterschaft, um einen Schlumpeweck bewerben. Klavier trifft E-Gitarre, Mozart meets Metal? Haben sich ein Pianist und ein Gitarrist viel zu sagen? Unbedingt! Sie philosophieren über die weite Welt der großen Komponisten, gehen der heißen Liaison von Klassik und dem kühlen Blonden (gerne frisch gezapft!) auf den Grund, oder sinnieren über Rimski-Korsakows Verbindungen zum KGB.

Vorjahressieger Benjamin Tomkins wird den Kleinkunstpreis moderieren

Moderiert wird der Kleinkunstpreis komplett von einem der Vorjahresgewinner, Benjamin Tomkins. Drei Preise à 2000 Euro vergibt eine Fachjury. Den mit der gleichen Summe dotierten Publikumspreis bestimmen die Inhaber einer Dauerkarte für die Wettbewerbsabende. Diese ist im Vorverkauf zum Preis von 28 Euro in Herborn bei Optik Tafelski, Telefon: (0 27 72) 28 89, in Dillenburger bei der "Musicbox", Telefon: (0 27 71) 2 44 67, sowie unter im Internet www.kusch-herborn.de erhältlich. Ein Tagesticket kostet jeweils 14 Euro.


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