Kranke 87-Jährige nach Mordversuch vor Gericht

Eine Bronzestatue der Justitia
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv

Die Frau gilt wegen einer mutmaßlichen Demenzerkrankung als schuldunfähig. Deshalb müssen die Richter entscheiden, ob sie dauerhaft in einer Psychiatrie leben muss. Zu Beginn des Prozesses am Dienstagmorgen habe die Beschuldigte erste Angaben gemacht, dabei aber verwirrt gewirkt, berichtete ein Gerichtssprecher.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wohnte die Frau zur Tatzeit im vergangenen März mit ihrem Mann in einem Seniorenheim im mittelhessischen Langgöns. Dort soll sie dem Bettlägerigen ein Kissen aufs Gesicht gedrückt haben. Zum Äußersten kam es aber nicht, weil Mitarbeiter aufmerksam wurden und die Frau von ihrem Mann abließ. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als einen versuchten Heimtücke-Mord.

Der Prozess wird fortgesetzt. Im Verlauf des Verfahrens soll auch ein Gutachter über den Gesundheitszustand der 87-Jährigen berichten. (dpa/lhe)


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