Lebenslange Haft für Mord mit Beil gefordert

Das Landgericht in Gießen. (Archivfoto: Becker/dpa)

Das habe die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Landgericht Gießen gefordert, teilte ein Sprecher mit. Der 21 Jahre alte Angeklagte soll im vergangenen April in Niddatal (Wetteraukreis) einen 40 Jahre alten Geschäftsmann mit einem Tomahawk getötet und ihm rund 100 000 Euro Bargeld, ein Handy und einen Laptop geraubt haben. Die Nebenkläger schlossen sich der Forderung der Staatsanwaltschaft an, die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Urteil soll am 17. April verkündet werden.

Der Angeklagte steht seit November vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Tat beging, um seinen Lebensstil zu finanzieren. Er habe vorgegeben, vermögend zu sein, obwohl er noch zu Hause und von Aushilfsjobs gelebt habe.

Die Richter müssen auch klären, ob der Mann noch nach Jugendstrafrecht verurteilt werden kann. Zur Tatzeit war er 20 Jahre alt und gilt damit als Heranwachsender. Die Staatsanwaltschaft forderte laut dem Gerichtssprecher, den Mann wie einen Erwachsenen zu bestrafen. Die Verteidigung beantragte demnach, den Angeklagten wie einen Jugendlichen zu behandeln, sollte er verurteilt werden. (dpa/lhe)


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