"Sicheres Gießen": Polizei verhaftet 21 Mitglieder der Drogenszene

(Foto: Polizei)

Die vielen eingeleiteten Verfahren haben zur Folge, dass die Zahlen rund um das Betäubungsmittelgesetz tendenziell gegenüber dem Vorjahr bislang deutlich angestiegen sind.

Bei der Rauschgiftkriminalität handelt es sich um ein typisches Kontrolldelikt, teilt die Polizei mit. In solchen Fällen werden Polizeibeamte aus Gießen, die oftmals durch die Bereitschaftspolizei in Lich unterstützt wurden, aktiv, um Dealer zu ermitteln und dingfest zu machen.

"Durch die vielen Ermittlungsmaßnahmen, die sowohl unter Beteiligung der Polizeidirektion Gießen als auch der Kriminaldirektion erfolgten, konnten wir dafür sorgen, dass mehrere mutmaßliche Straftäter offenbar überführt werden konnten. Wir wollen die Maßnahmen rund um das Einsatzkonzept Sicheres Gießen auch weiter so intensiv fortführen. Sehr wahrscheinlich lässt sich ein tendenzieller Rückgang, den wir in einigen Deliktsbereichen im Vergleich zum Vorjahr in Gießen ausmachen konnten, auf diese polizeilichen Maßnahmen zurückführen. Wir werden auch weiter mit starken Kräften dort präsent sein", so Polizeipräsident Bernd Paul.

Auch am Montag kam es wieder zu vielen Personenkontrollen an neuralgischen Orten im Stadtgebiet. Unterstützt wurden die Beamten der Gießener Polizei von der Bundespolizei und dem Gießener Ordnungsamt. Die Maßnahmen wurden in den Nachmittags- und Abendstunden im Bahnhofsgebiet, im Innenstadtbereich sowie an den Lahnwiesen durchgeführt. Die Beamtinnen und Beamten waren zu Fuß unterwegs und kontrollierten insgesamt 36 Personen. Dabei ergab eine Personenkontrolle eines 30-Jährigen, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag.

Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ein 29-Jähriger wurde ebenfalls festgenommen. Der polizeibekannte algerische Staatsangehörige war vor einigen Monaten bereits abgeschoben worden und reiste offensichtlich wieder illegal nach Deutschland.

Seit Beginn dieses Jahres haben sich Hinweise darauf ergeben, dass es an neuralgischen Punkten in der Innenstadt zum Drogenmissbrauch und anderen Straftaten wie Körperverletzungen, Raub und Ladendiebstählen kam. Den Erkenntnissen nach hatten sich an stark frequentierten Bereichen wie den Theaterpark, den Marktplatz, den Kirchenplatz sowie rund um die Galerie Neustädter Tor, des Hauptbahnhofs und im Bereich der Bootshausstraße bestimmte Gruppen, aus denen heraus Straftaten begangen werden, gebildet. Aufgrund dieser Ermittlungsergebnisse wurde unter Federführung der Polizeidirektion Gießen das bereits bestehende Konzept "Sicheres Gießen" entsprechend angepasst und fortgeführt.

"Das vorrangige Ziel der bisherigen Maßnahmen, die massive Eindämmung beziehungsweise Unterbindung von Straftaten, konnte bislang erkennbar erreicht werden. Effektive Aktionen, darunter auch Razzien und Jugendschutzkontrollen, sollen auch in Zukunft in sehr guter und enger Zusammenarbeit mit der Stadt Gießen und der Bundespolizei ähnlich gelagerte Straftaten und Belästigungen eindämmen." so Polizeidirektor Marc Göbel. (red)


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