Spatenstich erfolgt: Post baut mechanisierte Zustellbasis

Firmen- und Gemeindevertreter trafen sich am Dienstag zum ersten Spatenstich (Foto: Rieger)

MechZB lautet die Abkürzung für den kommenden Zustellstützpunkt "Am Mandlerwasen 1", unweit der beiden anderen Postansiedlungen. Durchschnittlich 8000 Pakete täglich sollen im neuen Gebäude bearbeitet werden. Die MechZB bildet neben den Zentren eine zweite Säule des neuen Paketkonzepts.

Auf circa 18 000 Quadratmetern wird die Zustellbasis entstehen, die Hallenfläche umfasst 3900 und 4400 Quadratmeter, inklusive der Verwaltung. Das Gebäude verfügt über 44 Tore und bietet bis zu 70 Arbeitsplätze. Rund 70 Fahrzeuge, darunter bereits viele elektrisch betriebene, fahren 68 Zustellbezirke an. Das Versorgungsgebiet umfasst die Kommunen Langgöns, Gießen, Wetzlar sowie Teile von Wettenberg, Buseck, Pohlheim und Lollar. Die Zustellbasis ist einer von etwa 90 Standorten im gesamten Bundesgebiet, wofür die Deutsche Post DHL insgesamt rund 750 Millionen Euro investiert hat.

Vera Guderian, Niederlassungsleiterin des Briefzentrums Gießen, begrüßte am Dienstag zahlreiche Gäste, darunter den Langgönser Bürgermeister Horst Röhrig an der Spitze der anwesenden Kommunalpolitiker, Vertreter der am Bau beteiligten Firmen sowie Postmitarbeiter. "Uns ist die mechanisierte Zustellbasis mehr als wichtig. Sie ist ein Meilenstein für die Niederlassung Gießen und eine Erfolgsstory, die für uns hier ein Stück Zukunft prägt", freute sich Guderian und dankte dem Bürgermeister als Vertreter der Gemeindegremien dafür, dass sie grünes Licht für die Ansiedlung gegeben hatten.

Wobei das Projekt durchaus kontrovers diskutiert worden war. Als ein Zugeständnis an die Kommunalpolitiker wird das Gebäude nicht in leuchtendem Postgelb erstrahlen, sondern ein dezentes Grau erhalten.

Kirsten Justus, Abteilungsleiterin Auslieferung der Deutschen Post in Gießen, stellte die Zustellbasis vor, die eine erhebliche Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter bedeutet: "Das Gebäude wird sehr arbeitsfreundlich gestaltet, es gibt keine Stufen. Ziel ist es, die schwere körperliche Arbeit der Zusteller einfacher zu machen", erklärte sie.

DHL wünscht sich auch noch Paketzentrum vor Ort

Eine Folge der mechanisierten Bearbeitung ist eine deutliche Zeitersparnis und die noch schnellere Auslieferung an den Kunden. Die Verteileranlage ordnet automatisch die Paketsendungen dem entsprechenden Zusteller in Kastenrutschen zu, die bis zu 200 Sendungen fassen. Pakete bis 31,5 Kilogramm Gewicht werden hier bearbeitet. Was in den bisher üblichen Zustellbasen per Hand erledigt wurde, geschieht in Langgöns automatisch. Die Fahrzeuge werden allerdings nicht durch den Ort Lang-Göns fahren, versicherte Guderian. "Vielleicht bekommen wir ja auch noch ein Paketzentrum hierhin", verriet sie einen weiteren Herzenswunsch. Denn die Post möchte neben den Zustellbasen auch den Ausbau der aktuell bundesweit 33 Paketzentren weiter vorantreiben.

Ende Februar hatten bereits die Ausschachtungsarbeiten für das MechZB begonnen. Bis August soll die Halle stehen, anschließend die Technik installiert werden. "Die Inbetriebnahme ist für Oktober geplant", stellte Vera Guderian den Zeitplan vor. (ikr/ga)


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