Zug-Schnellbremsung verhindert Zusammenstoß mit Wohnmobil

POLIZEI Unbekannter Fahrer ignoriert Andreaskreuz und Schranke / Zeugen gesucht

Ein Zug wie dieser wäre in Pohlheim um ein Haar mit einem Wohnmobil zusammengestoßen. (Archivfoto: Reeber)

Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Auch ein Sachschaden entstand nicht. Ein bislang Unbekannter fuhr mit seinem Wohnmobil über den mit Andreaskreuz und Bahnschranke gesicherten Bahnübergang, obwohl die Schranke sich bereits senkte.
Der Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Das Wohnmobil konnte den Bahnübergang noch rechtzeitig verlassen und fuhr anschließend davon. Der Zug erhielt durch den Vorfall acht Minuten Verspätung.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Wer Angaben zu dem Sachverhalt machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (0561) 81616-0 beziehungsweise der kostenfreien Service-Nummer der Bundespolizei (0800) 6888-000 oder über www.bundespolizei.dezu melden.

Erst im vergangenen Mai waren in Großen-Buseck beim Zusammenstoß eines Regionalzuges mit einem Lastwagen auf einem beschranktem Bahnübergang 13 Zuginsassen zum Teil schwer verletzt worden.

 

Ein Hinweis der Bundespolizei: "Der Bremsweg eines Zuges ist wesentlich länger als der eines Autos. Jeder Bahnübergang wird durch ein sogenanntes 'Andreaskreuz' gekennzeichnet. Das Andreaskreuz zeigt an, dass dem Schienenverkehr immer Vorrang gewährt werden muss. Wenn sich ein Schienenfahrzeug nähert, Schranken sich senken oder geschlossen sind, ein Bahnbediensteter eine weiß-rot-weiße Fahne schwenkt oder der Übergang wegen einer Stockung nicht zügig überquert werden kann, muss vor dem Zeichen gewartet werden. Wer diese Gefahrenzeichen missachtet, riskiert sein eigenes Leben und gefährdet andere." (red)


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