Sportangler entfernen Riesenbärenklau am Elbbach

Die ehemals als Zier- und Bienennährpflanze aus Osteuropa eingeführte Herkulesstaude (lat. Heracleum mantegazzianum) ist eine stark wuchernde und dominante Pflanze aus der Familie der Doldenblüter. Sie kann bis zu drei Meter hoch werden und wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Standorten. Eine einzelne Pflanze ist dazu in der Lage, bis zu 50.000 Samen zu erzeugen, welche rund sieben Jahre keimfähig bleiben. Doch das Gewächs zählt nicht nur zu den aggressiven Verdrängern, sondern gefährdet auch die Gesundheit. Kommt die Haut mit dem Pflanzensaft in Kontakt und trifft dazu noch Sonnenlicht darauf, bilden sich leichte bis teilweise schwere Verbrennungen bis dritten Grades. Selbst bis zu drei Tage später kann der Kontakt der Stelle mit Sonneneinstrahlung noch Rötungen, Entzündungen und Blasen verursachen. Die Heilung dauert manchmal Wochen. Aus diesen Gründen stellen diese Pflanzen eine erhebliche Gefahr für Mensch und Tier dar und sollten somit nachhaltig und zielgerecht bekämpft werden. Vorstandsmitglieder und Fischereiaufseher des Sportanglervereins (SAV) Limburg hatten erst kürzlich mehrere Pflanzen am Ufer des Elbbaches in der Nähe des Musikparks in Limburg entdeckt und umgehend mit dem Amt für den Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz Kontakt aufgenommen, bei dem die Pflanzen gemeldet und die Standorte aufgenommen werden. Diplom Geographin Isabel Thieme vom Fachdienst Wasser-, Boden- und Immissionsschutz erklärte sich bereit, interessierte Vorstandsmitglieder des SAV für die fachgerechte Beseitigung des Bärenklau mit speziellen Gerätschaften zu schulen. Sascha Gronau, Vorsitzender des SAV Limburg sowie die Gewässerwarte des Angelvereins nahmen das Angebot dankend an und entfernten am vergangenen Wochenende im Rahmen der Schulung einige Pflanzen. Gronau erklärte, dass der Verein eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitgliedern habe und wenn Gefahr in Verzug ist, müsse man reagieren. In mehreren Arbeitseinsätzen sollen die restlichen Pflanzen nach und nach entfernt werden.


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