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Windpark: Vorerst keine Entscheidung zu erwarten

KOMMUNALPOLITIK Ausschuss empfiehlt, erst Abrechnung der Planungskosten zu regeln / Bürgerbegehren ins Spiel gebracht

WEILBURG Eine Entscheidung, wie es mit dem Projekt "Interkommunaler Windpark Oberlahn" weitergehen soll, werden die Weilburger Stadtverordneten am Donnerstag wohl nicht treffen. Das zeichnete sich am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss ab.

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Es ist nichts weiter als ein typisches und taktisches Täuschungsmanöver, wenn solche, für die Bevölkerung kostenträchtige und folgenschwere Entscheidungen auf einen Zeitpunkt nach der nächsten Wahl vorsätzlich mehr
hinausgezögert werden. Die vorgeschobene Änderung der HGO ist nichts weiter als eine billige Farce.

Was spräche dagegen, die Sache jetzt und sofort spruchreif zu machen? Doch nur, dass (insbesondere) die Weilburger SPD für sich demoskopische Nachteile befürchtet. Die Klärung der Vorkostenhaftung könnte hingegen ebenso gut auch nach dieser Entscheidung erfolgen. Weder an der Höhe noch am Sachverhalt selbst ändert eine Klärung der Haftung gar nichts. Nicht zuletzt liegt ja auch ein konkreter Antrag zu diesem Thema seitens der Freien Wähler vor.

Über zunehmende Politikverdrossenheit muss man sich vor dem Hintergrund derart primitiver Taschenspielertricks dann nicht wundern.

Wer glaubt, bei weniger als 6 m/s durchschnittliche Windhöffigkeit die - ansonsten frustriert aufgewandten - Vorkosten oder auch nur Teile davon durch den Bau eines Windparks zu mindern, kann nicht von dieser Welt sein.

Niemand - nicht einmal die verbissensten Befürworter! - geht heute mehr davon aus, dass bei einem solch niedrigen Windaufkommen ein nachhaltiger Ertrag zu erwirtschaften ist. Der Hersteller der Anlagen und die Projektierer sind dann aber längst raus. Der kalkulatorische Mangel wirkt sich späier zuerst auf den/die Betreiber im operativen Geschäft und sekundär schon bald auch auf die Verpächter der Grundstücke aus.

Mit welcher Verzögerung die Grundstückseigner betroffen sein werden, hängt maßgeblich von der Bürgerbeteiligung ab, deren Einlagen der Betriebsgesellschaft regelmäßig als Eigenkapital dienen. Aus diesem Grund kann das Bürgerinvestment auch stets nur unbesichert(!) sein. Sonst würden solche Schneeballkonstrukte sofort zusammenbrechen oder aber durch keine Bank überhaupt erst finanziert werden können.

Je größer der Anteil des Bürgerinvestments, desto länger lässt sich die - bei unzureichender Windhöffigkeit allfällige - Nach- bzw. Neuverhandlung der Pachthöhe (zur Abwendung einer Insolvenz) hinauszögern. Zu verhindern ist sie gleichwohl aber nicht.

SPD-Genossen, Ihr habt doch sicher entsprechende "Außenposten" auch im Flecken. Alle Zweifler - auch anderer oder völlig ohne Couleur - sollten mindestens so viel "Eier haben", um sich in Mengerskirchen vorab sachgerecht zu informieren.

Die Windhöffigkeit liegt auf dem Knoten um reichlich 20 % höher, als auf der Höhburg. Und dennoch, bei einem Rückgang des Windaufkommens dort (auf dem Knoten) um nur 10 % bräche die Rendite der Betriebsgesellschaft bereits vollumfänglich zusammen. Diese 90 % gibt es aber auf der Höhburg längst erst gar nicht, noch nicht einmal annähernd.

Werte SPD-Entscheider, geht lieber zur Spielbank und setzt meinetwegen alles - standesgemäß - auf Rot. Da habt Ihr zumindest noch eine Fifty-fifty-Chance. Aber Ihr schadet wenigstens nicht der Umwelt.
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